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Clubszene will keine Gratistests mehr für Partygänger

Der Impfzug in der Schweiz ist ins Stocken geraten. Um die Impfzahlen wieder zu erhöhen, sollen Gratistests für die Jungen wegfallen, fordert die Clubszene. Mit dem Wegfall von Gratistests sollen die Partygänger motiviert werden, sich impfen zu lassen.

17.07.2021 / 10:21 / von: jmi
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Der Impfzug in der Schweiz ist ins Stocken geraten. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Der Impfzug in der Schweiz ist ins Stocken geraten. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

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Der Stadtberner FDP-Parlamentarier Tom Berger fordert auf Twitter, dass die jungen Partygänger in Zukunft die Gratis-Schnelltests selber bezahlen müssen. Dies, sobald alle Personen in der Schweiz die Möglichkeit hatten, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Für Berger kann es dann nicht mehr sein, dass die Bevölkerung mit den Steuergeldern die Schnelltests für die jungen Partygänger finanzieren muss. Brisant an Bergers Aussage – er ist nicht nur Co-Fraktionschef der Stadtberner FDP, sondern amtet auch als Co-Präsident der Bar- und Clubkommission Bern (BuCK). Diese setzt sich in der Bundesstadt für die Interessen des Nachtlebens ein.

Sind gratis Schnelltests Grund für Impfeinbruch?

Dieselben Forderungen gibt es auch aus Zürich. Auf Facebook schreibt der bekannte Zürcher Club Exil: «Impfen statt testen!» Denn es bestehe die Gefahr, dass die als Übergangslösung angedachten Schnelltests zum «Rohrkrepierer für die Impfung» werden könnten. «Als von den Corona-Massnahmen direktbetroffener Betrieb haben wir uns bisher zu wenig für die impfung starkgemacht», erklärte Dominik Müller, Mitgründer des Clubs Exil gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Durch den Zugang zu Covid-Zertifikaten über die Gratis-Schnelltests entwickeln sich diese als Alternative zur Impfung. So seien die Schnelltests eine Hintertür, um keine Impfung machen zu müssen und sie sind dazu noch gratis, meint Müller weiter.

Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset sieht aktuell noch keinen Handlungsbedarf. «Irgendwann stelle sich aber schon die Frage, ob es gerecht sei, dass die Bevölkerung mit den Steuerngeldern ungeimpften Personen die Tests für Veranstaltungen bezahle», wie Alain Berset gegenüber dem Radio «RTS» sagt. Zum jetzigen Zeitpunkt der Impfkampagne sei die Kostenübernahme aber noch angebracht.

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