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Coronavirus hat den Schweizer Fussball im Griff

Die 1. Mannschaft von GC muss trotz eines Corona-Falls nicht in Quarantäne. Beim FC Zürich sind insgesamt 6 Spieler und 3 Staff-Mitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Liga will die Saison dennoch zu Ende spielen. Die Gewerkschaft der Fussballer fordert einen Unterbruch.

12.07.2020 / 12:54 / von: psc
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GC-Mittelfeldspieler Amel Rustemoski hat das Coronavirus. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

GC-Mittelfeldspieler Amel Rustemoski hat das Coronavirus. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

Auch der FCZ-Verteidiger Mirlind Kryeziu wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Auch der FCZ-Verteidiger Mirlind Kryeziu wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Beim FC Zürich haben 7 Spieler und 3 Staffmitglieder das Coronavirus. (Bild: FC Zürich)

Beim FC Zürich haben 7 Spieler und 3 Staffmitglieder das Coronavirus. (Bild: FC Zürich)

FCSG-Stürmer Boris Babic ist ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

FCSG-Stürmer Boris Babic ist ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

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Am Dienstagabend hat GC zu Hause gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy mit 4:0 gewonnen. In der Halbzeit wurde der Mittelfeldspieler Amel Rustemoski ausgewechselt. «Er fühlte sich schlecht und wurde zur Sicherheit nach Hause geschickt», sagt GC-Mediensprecher Adrian Fetscherin. «Später wurde bekannt, dass sich Rustemoski mit dem Coronavirus infiziert hat».

Adrian Fetscherin erklärt im Interview mit RADIO TOP, weshalb die 1. Mannschaft von GC nicht in Quarantäne muss:

audio

Trotz dieses Corona-Falles muss die 1. Mannschaft von GC nicht in Quarantäne. «Der kantonsärztliche Dienst des Kantons Aargau hat eine Quarantäne für die ganze Mannschaft für unverhältnismässig angesehen», so Fetscherin weiter. «Kein Spieler habe sich für eine längere Zeit in der näheren Umgebung von Rustemoski aufgehalten». Aus diesem Grund müssen sich die anderen Spieler der 1. Mannschaft von GC auch keinem Corona-Test unterziehen.

«Wir sind sehr froh, dass GC die Meisterschaft ohne weiteren Unterbruch zu Ende spielen kann», betont GC-Sprecher Fetscherin. «Das ist wichtig für den Schweizer Fussball». GC spielt bereits am kommenden Dienstagabend gegen den FC Chiasso.

Quarantäne für den FCZ

Anders sieht es beim FC Zürich aus. Die gesamte 1. Mannschaft befindet sich seit Freitagabend in Quarantäne. Der Verteidiger Mirlind Kryeziu wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Am Samstagnachmittag teilte der FC Zürich mit, dass sich 6 Spieler und 3 Staff-Mitglieder ebenfalls mit dem Virus infiziert haben. Die Spiele des FC Zürich von Samstag gegen den FC Sion und von Dienstag gegen den FC Basel wurden von der Swiss Football League abgesagt.

ℹ️ Coronafall in der 1. Mannschaft.#FCZ-Innenverteidiger Mirlind Kryeziu wurde heute positiv auf das Coronavirus getestet.

Weitere Informationen: ???????? https://t.co/3Nsespgxuo#fczuerich #stadtclub pic.twitter.com/cuv0woXUIH

— FC Zürich (@fc_zuerich) July 10, 2020

Entwarnung bei Xamax

Am Dienstagabend spielte der FC Zürich noch gegen Xamax, auch Kryeziu stand im Einsatz. Deshalb wurden alle Spieler der Neuenburger vorsichtshalber auf eine mögliche Corona-Erkrankung getestet. Alle Tests seien negativ ausgefallen, teilt der Verein auf seiner Website mit. Das Spiel von Xamax gegen den FC Thun von Sonntag findet daher statt.

???? Tous les tests réalisés sur les #Xamaxiens sont négatifs. #Xamax jouera donc bien à Thoune demain ❤️???? #AllezXamax #PourNosCouleurs https://t.co/6LBKk3xdsf

— Neuchâtel Xamax FCS ❤️???? #PourNosCouleurs (@XamaxFCS) July 11, 2020

Coronavirus beim FC St.Gallen

Auch der FC St.Gallen ist vom Coronavirus betroffen. Stürmer Boris Babic wurde positiv getestet. Eine Gefahr für die Teamkollegen bestand jedoch nie. Babic fehlt seit längerem wegen einer Knieverletzung und trainierte daher separat. 

Der FC St.Gallen 1879 hat einen Covid-Fall in seinen Reihen zu verzeichnen. Boris Babić wurde am Montag positiv auf das Corona-Virus getestet.
Zur Meldung: ???? https://t.co/gvG84cl7my pic.twitter.com/50eWUHEWKo

— FC St.Gallen 1879 GRÜEWISS IM HERZ (@FCSG_1879) July 1, 2020

Entscheidung der Liga

Die Swiss Football League will dieses Wochenende alle Spiele durchführen. Das bestätigt Mediensprecher Philippe Guggisberg auf Anfrage von RADIO TOP: «Ausser in einer anderen Mannschaft bricht das Coronavirus aus.» Dann würde das Spiel der betroffenen Mannschaft selbstverständlich abgesagt. «Grundsätzlich wollen wir die Saison wie geplant zu Ende spielen». Die Liga werde sich am Montag zu einer ausserordentlichen Sitzung treffen und dann das weitere Vorgehen besprechen.

Saisonabbruch gefordert

Die Gewerkschaft der Fussballspieler «SAFP» fordert derweil einen Unterbruch der Saison. «Alle Spiele müssen auf der Stelle gestoppt werden», sagt deren Präsident Lucien Valloni gegenüber RADIO TOP. «Das Coronavirus kann die Karriere eines Fussballers zerstören», so Valloni weiter. Daher müssten zunächst alle Spieler der Super- und Challenge League getestet werden, bevor die Saison zu Ende geführt werden kann.

Lucien Valloni erklärt im Interview mit RADIO TOP, weshalb die Saison abgebrochen werden soll: 

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Der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, geht sogar noch weiter. Im «Blick» fordert er einen sofortigen Saisonabbruch. Er möchte, dass die Tabelle nach der 29. Runde gewertet wird. Das würde heissen, YB wäre Schweizer Meister und Xamax würde in die Challenge League absteigen. Der FC St.Gallen würde als zweiter die Qualifikation für die Europa League bestreiten können.

Am Sonntagnachmittag finden in der Fussball Super League um 16:00 Uhr folgende Spiele statt:

Servette FC - FC St.Gallen

FC Luzern - FC Lugano

FC Thun - Neuchatel Xamax

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