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CS vergoldet Thiams Abgang mit 30 Millionen Franken

Die Credit Suisse trennt sich von ihrem Geschäftsführer Tidjane Thiam – und gibt diesem bei seinem Abgang offenbar rund 30 Millionen Franken mit auf den Weg.

08.02.2020 / 07:42 / von: sfa
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Tidjane Thiam darf trotz Annahme der Abzocker-Initiative nach seinem Abgang mit rund 30 Millionen Franken rechnen. (Bild: AP/Walter Bieri)

Tidjane Thiam darf trotz Annahme der Abzocker-Initiative nach seinem Abgang mit rund 30 Millionen Franken rechnen. (Bild: AP/Walter Bieri)

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Die Credit Suisse hat am Freitag bekannt gegeben, dass ihr bisheriger CEO Tidjane Thiam Mitte Februar abtritt. Er übergibt seinen Posten an den bisherigen CS-Schweiz-Chef Thomas Gottstein. Der Führungswechsel steht im Zusammenhang mit der Beschattungsaffäre rund um den ehemaligen CS-Topmanager Iqbal Khan. Diese war im September 2019 ans Licht gekommen. Thiam beteuert bis heute, er habe von den Beschattungen nichts gewusst.

Um seine finanzielle Zukunft jedenfalls muss sich Tidjane Thiam auch nach seiner Zeit an der CS-Spitze keine Sorgen machen: Die Credit Suisse vergoldet ihm seinen Abgang offenbar mit schätzungsweise 30 Millionen Franken, berichtet der «Tages-Anzeiger». Es handelt sich dabei um noch ausstehende Bonuszahlungen der vergangenen Jahre, sowie des angebrochenen Jahres 2020. Die Höhe der Bonuszahlungen berechnet sich einerseits nach dem Geschäftsgang, welcher sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat. Andererseits werden auch weiche Faktoren in Betracht gezogen, etwa «Verhalten und Ethik». Diese dürften den Bonus in Thiams Fall schmälern, was durch den günstigen Geschäftsgang der letzten Jahre allerdings wieder wett gemacht wird.

Bei den schätzungsweise 30 Millionen Franken, die Tidjane Thiam nach seinem Abgang noch zustehen, handelt es sich allerdings nicht um eine Abgangsentschädigung im engeren Sinne, einen sogenannten goldenen Fallschirm. Diese sind seit Annahme der Abzocker-Initiative 2013 verboten.

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