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«Das Böötlen ist für viele ein Festanlass»

Die Schweiz wird von einer neuen Hitzewelle überrollt, die Temperaturen von über 30 Grad bringt. Viele suchen sich deshalb Abkühlung im Wasser oder machen eine Tour mit dem Gummiböötli. Doch Obacht: Beim Böötlen gilt eine Promillegrenze.

22.07.2019 / 17:51 / von: das
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Die Promillegrenze von 0.5 für Gummiböötli-Fahrer gilt noch dieses Jahr. (Symbolbild: pixabay.com/Hans)

Die Promillegrenze von 0.5 für Gummiböötli-Fahrer gilt noch dieses Jahr. (Symbolbild: pixabay.com/Hans)

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Mit umgerechnet 2.5 Promillen hat die Kantonspolizei Thurgau am Wochenende einen betrunkenen Bootsführer aus dem Verkehr gezogen. Dieser war auf dem Untersee unterwegs, nachdem er im Hafen von Steckborn ins Wasser gefallen war. Er musste seinen Schiffsführerausweis abgeben.

Kein Ausweisentzug, aber eine Verzeigung bei der Staatsanwaltschaft und eine Busse drohen auch Hobbykapitänen. Denn seit fünf Jahren gilt in der Schweiz eine Promillegrenze von 0.5 für Gummiböötli-Fahrer. Doch dies ist auch heute vielen gar nicht bewusst, sagt Nicolas Kessler von der Beratungsstelle für Unfallverhütung: «Das Böötlen ist für viele Leute kein Sport, sondern ein Festanlass, an welchem Alkohol getrunken wird.» Dies könne immer wieder zu gefährlichen Situationen führen.

Auch wenn die Promillegrenze bereits seit fünf Jahr gilt macht es den Anschein, als werden kaum Gummiböötli-Fahrer kontrolliert geschweige denn gebüsst. Denn Polizisten sind nur selten an Flüssen anzutreffen. Daher wünscht sich die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft SLRG, dass speziell jetzt – bei so heissen Temperaturen – mehr Kontrollen durchgeführt werden.

Was die Polizei zu den Kontrollen von Gummiböötli-Fahrern sagt, gibt es im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Promillegrenze gilt jedoch nur noch dieses Jahr. Der Bundesrat hat diese per Anfang 2020 wieder aufgehoben. Zwar ist es auch weiterhin nicht erlaubt, ein Schiff zu führen, wenn die Fahrfähigkeit wegen Alkohol beeinträchtigt ist. Die Binnenschifffahrtsverordnung definiert jedoch nicht mehr, ab welchem Promillewert jemand als fahrunfähig galt. Bei allfälligen Kontrollen muss individuell festgelegt werden, ob die Fahrfähigkeit gegeben ist. 

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