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Der Swiss fehlt Kabinenpersonal

Die Fluggesellschaft Swiss kämpft mit einem Personalmangel. Weil teils zu wenig Kabinenpersonal verfügbar ist, müssen die Passagiere Abstriche beim Service hinnehmen. Das liege aber nicht am Personalabbau.

22.07.2021 / 12:50 / von: sap/jmi
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Weil teils zu wenig Kabinenpersonal verfügbar ist, müssen die Passagiere Abstriche beim Service hinnehmen. (Bild: Swiss)

Weil teils zu wenig Kabinenpersonal verfügbar ist, müssen die Passagiere Abstriche beim Service hinnehmen. (Bild: Swiss)

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Mindestens an zwei Wochenenden im Juli sei es vorgekommen, dass die Swiss Kabinenpersonal an freien Tagen aufgeboten hat, berichtet der «Tages-Anzeiger». Dennoch gelang es der Fluggesellschaft nicht, genügend Personal aufzubieten. Die Flüge wurden deshalb teils mit reduzierter Crew absolviert.

Dies bekamen die Passagiere zu spüren. Die Zeitung liefert als Beispiel einen Flug am vergangenen Samstag nach São Paulo. Auf diesem arbeiteten nur zwölf statt 14 Flugbegleiter. Aus diesem Grund wurde den Passagieren kein Apéro serviert. Ausserdem wurde ein Servicedurchgang gestrichen. Flüge mussten bisher keine annulliert werden.

Die Swiss betont in einem internen Schreiben, dass die Personalknappheit nichts mit der letzten Massenentlassung zu tun hat. Mitte Juni hatte die Swiss 550 Kündigungen ausgesprochen. Grundsätzlich sei aber nicht zu wenig Kabinenpersonal vorhanden. Es sei aus verschiedenen Gründen dazu gekommen, dass die Personalreserven nicht ausgereicht hätten. So zum Beispiel aufgrund von ungeplanten und kurzfristigen Krankheitsfällen oder weil Mitarbeitende unentschuldigt nicht zur Arbeit erschienen sind.

Das die SWISS an den Wochenenden mit Personalmängel zu kämpfen hat, habe laut dem Aviatik- Experte Patrick Huber einen einfachen Grund: «Die Schweizer fliegen lieber an den Wochenenden in die Ferien und nicht an einem Dienstag oder einem Mittwoch.» Das sorge dann für angespannte Einsatzpläne bei der SWISS. Das sich das Personal krankmelde oder gar nicht abmelde sei ärgerlich. «Da sich das Personal aufgrund der Corona-Pandemie bei Husten oder bei einer Erkältung krankmeldet, ist richtig, aber das sich gewisse gar nicht melden, ist mir neu», sagt Patrick Huber überrascht.

Dass der Personalmangel nichts mit den 550 Kündigungen der Swiss zu tun hat, glaubt Hansjörg Bürgi, Aviatik Branchenkenner nicht. «Die Swiss hat ja keine Piloten entlassen, sondern vor allem Kabinenpersonal. Deshalb kann das schon zusammenhängen», sagt Hansjörg Bürgi. «Die Swiss müsse jetzt vor allem Geld verdienen und keines mehr verlieren, dass sie ihre Kredite zurückzahlen kann», findet Hansjörg Bürgi.

Als Sofortmassnahme will die Swiss die Zahl der Reservecrews im August aufstocken. Für den Juli bittet sie das Kabinenpersonal, an den Wochenenden einen Freitag zu opfern und freiwillig zur Arbeit zu erscheinen.

Im Beitrag von RADIO TOP erklären Patrick Huber, Aviatik-Experte und Hansjörg Bürgi, Aviatik- Branchenkenner wie der Personalmangel bei der SWISS zustande kommt:

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