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«Die Begründung des Regierungsrats finde ich diskriminierend»

Vertreter der albanischen Community in Zürich werfen der Regierung wegen der Absage des Alba-Festivals Diskriminierung vor. Auch Politiker mit albanischen Wurzeln äussern sich kritisch.

03.09.2021 / 06:51 / von: lju
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Absage des Alba-Festivals: Politiker mit albanischen Wurzeln finden die Begründung der Zürcher Regierung diskriminierend. (Symbolbild: Pixabay.com/Pexels)

Absage des Alba-Festivals: Politiker mit albanischen Wurzeln finden die Begründung der Zürcher Regierung diskriminierend. (Symbolbild: Pixabay.com/Pexels)

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Der Zürcher Regierungsrat hat am Donnerstag kurzfristig dem albanischen Musikfestival Alba-Festival die Bewilligung entzogen. Vertreter der albanischen Community in Zürich werfen der Kantonsregierung deshalb Diskriminierung vor. Der Regierungsrat begründete den Entzug der Bewilligung mit der angespannten Situation in den Spitälern. Weiter argumentiert die Regierung, dass sich das Festival an eine überdurchschnittlich von Corona betroffene Community richte.

Das stösst dem SP-Gemeinderat Reis Luzhnica sauer auf. «Die Begründung des Regierungsrats finde ich diskriminierend, weil sie sich spezifisch an eine Community richtet», sagt er im Interview mit Radio TOP.  Auch ginge es in diesem Fall nicht grundsätzlich um die Diskussion mit den Zertifikaten.

Bürgerliche Politiker mit albanischen Wurzeln halten die Begründung der Zürcher Regierung ebenfalls für diskriminierend. So sagt FDP-Gemeinderat Përparim Avdili gegenüber Radio TOP: «Die ganze Geschichte erhält einen bitteren Beigeschmack, wenn andere Events stattfinden können, ein Event der albanischen Community aber gleichzeitig nicht möglich ist.» 

Die Zürcher Regierung betont wiederum, dass sich die Absage keinesfalls gegen die albanische Community richte. Die Veranstalter selbst schreiben in einer Mitteilung, sie seien von der Entscheidung des Regierungsrates überrascht. Sie wollen den Entscheid nun juristisch prüfen.

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Leonora Kryeziu
am 05.09.2021 um 22:33
@VanselowGanz klar die Albaner werden hier diskriminiert. Selbst in Zürich (gleiche Regierung) hat die Gay-Parade stattgefunden. Fehr versucht sich nun rauszureden mit "diese Gruppe ist stark von Covid betroffen", kann aber keine Quelle nennen. Ich vermute stark, dass es schlussendlich in Rassismus mündet.
Vanselow
am 03.09.2021 um 10:01
Ok nachvollziehbar.aber auch nicht. Open air Frauenfeld wurde auch abgesagt wegen einigen Personen die vielleicht hätten ins Spital eingeliefert werden müssen. Was nun wer wird diskreditiert? Junge alte Kranke Albaner oder oder oder ????