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«Die Besucherzahlen halten sich in Grenzen»

Seit Freitag kämpfen die Frauen in Frankreich an der Fussball-WM um den Titel. Auch wenn die Schweizerinnen nicht teilnehmen, das SRF knapp die Hälfte der Spiele überträgt, können die Spiele trotzdem in ein paar Bars in Zürich angeschaut werden. Überrannt werden sie dabei nicht.

12.06.2019 / 17:39 / von: eob
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Letztes Jahr grossen Anklang gefunden: Das Public-Viewing der Fussball-WM der Männer. (Screenshot: TELE TOP)

Letztes Jahr grossen Anklang gefunden: Das Public-Viewing der Fussball-WM der Männer. (Screenshot: TELE TOP)

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Im Karl der Grossen, im El Lokal oder in der Sportbar Le Calvados werden beispielsweise die Frauenfussballspiele gezeigt. Die Besucheranzahlen sind jedoch etwas durchzogen, sagen die Betreiber. «Es hat ein paar, die eine Viertelstunde oder Halbestunde bleiben und zuschauen», sagt Martin Müller vom El Lokal. Gleichzeitig käme es jedoch auch auf die Zeiten an, an denen die Spiele laufen. «Am Nachmittag um drei oder sechs Uhr gab es auch letztes Jahr bei der WM der Männer nicht viele Besucher.» Zudem käme es auch darauf an, wer gerade spiele. «Für das Spiel Deutschland-Spanien haben zwei Frauen sogar gefragt, ob wir dieses dann zeigen.»

Wie die Public Viewing-Angebote der Frauenfussball-WM genutzt werden, im Beitrag von RADIO TOP:

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Alle Spiele zu übertragen sind nämlich für die Betreiber eine Herausforderung. Das SRF zeigt nur 25 von 52 Spielen und auch ARD und ZDF zeigen nicht alle im Fernsehen. «Ein paar muss man über das Internet über den Live-Stream suchen», sagt die Geschäftsführerin der Sportbar Le Calvados Patricia Rey. «Ich musste ein VPN herunterladen, der angibt, dass ich in Deutschland bin.» So könne dann auf dem Bildschirm des Fernsehers das Spiel gesehen werden. Jedoch scheut Patricia Rey keine Mühe. Denn als Sportbar zeigen sie alle grossen Sportereignisse, wobei ihrer Meinung nach auch die Frauenfussball-WM dazu zählt.

Dieses Ereignis zeigt auch das Debattierhaus Karl der Grosse im Zürcher Niederdorf. Die Kunden kämen vor allem zum Essen oder Kaffee trinken und bekommen dann nebenbei etwas von der WM mit, erzählt Camille Bernheim. «Zwei Leute waren ganz erstaunt, dass es Frauen sind, die spielen und es nicht ein regulärer Männermatch ist.» Dies knüpft auch gerade an das Konzept an, warum sie die WM übertragen wollten. «Es ist ein Rattenschwanz», findet Bernheim. Werde die Frauenfussball-WM nicht gezeigt, so werde auch das Interesse bei den Leuten nicht geweckt. «Dann kommt wieder das Argument es interessiert niemand und deshalb zeigen wir es nicht.»

Auch wenn sich die Besucherzahlen durchzogen zeigen, sind alle Betreiber zufrieden, denn sie bekamen schon einige positive Rückmeldungen. «Gerade gestern kam eine Frau, die hat sich sehr gefreut darüber», sagt Patricia Rey. Noch ist die Frauenfussball-WM in der Gruppenphase. Das Finale, welches dann auch SRF überträgt, findet erst in gut einem Monat statt.

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