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Drei Jahre auf den Prozess gewartet nun freigesprochen

Ein Tramchauffeur aus Zürich wartete drei Jahre auf seine Gerichtsverhandlung. Dieser soll trotz Kollisionsgefahr nicht angehalten haben. Das Bezirksgericht spricht ihn nun frei.

25.11.2022 / 11:24 / von: jma
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Ein 25-jähriger Mann geriet an der Haltestelle Bahnhofstrasse zwischen die Trams. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Ein 25-jähriger Mann geriet an der Haltestelle Bahnhofstrasse zwischen die Trams.(Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Am 30. November 2019, abends um 21:30 Uhr in Zürich kam der Tramchauffeur vom Bahnhofquai her im 13er-Tram Richtung Haltestelle Bahnhofstrasse. Auf der anderen Gleisspur befand sich das 7ner-Tram bereits an der Haltestelle. Ein betrunkener 25-jähriger Mann will das Trasse überqueren und gerät zwischen die Trams. Der Chauffeur klingelt, bremst aber nicht bis zum Stillstand. Dabei hat der 25-Jährige sich laut Anklageschrift «diverse Verletzungen» zugezogen, wie der Tages-Anzeiger berichtet.

Freispruch für den Chauffeur

Nun wird der Tramchauffeur freigesprochen. Im Prozess konnte der Verdacht des fahrlässigen Nichtanhaltens trotz Kollisionsgefahr nicht erhärtet werden. Der 25-Jährige habe Blickkontakt aufgenommen, sich «dünn und flach gemacht» und so dem Chauffeur signalisiert, dass alles in Ordnung sei. Der Alkoholeinfluss des Mannes sei nicht ersichtlich gewesen. Der Unfall habe nur bedingt mit der schmalen Gasse zwischen den Trams zu tun, vielmehr habe der junge Mann wegen des Alkoholeinflusses nicht still stehen können.

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