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Dritter Affenpocken-Fall der Schweiz in Zürich gemeldet

In Zürich ist am Donnerstag ein dritter Fall von Affenpocken in der Schweiz gemeldet worden. Ein erster Fall war am Samstag im Kanton Bern bekannt geworden und ein zweiter am Dienstag in Genf.

27.05.2022 / 07:11 / von: sda/evo
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Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Affenpocken-Virus. (Archivbild: Keystone/DPA RKI/ANDREA MÄNNEL)

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Affenpocken-Virus. (Archivbild: Keystone/DPA RKI/ANDREA MÄNNEL)

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Beim dritten Affenpocken-Fall in der Schweiz, der am Donnerstag bekannt gegeben wurde, handelt es sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Kanton Zürich. Er hat sich wahrscheinlich im Ausland mit dem Virus infiziert.

Wie die Zürcher Gesundheitsdirektion am Freitag auf Twitter mitteilte, befindet sich der Mann zurzeit in Isolation. Seine Kontaktpersonen seien informiert worden. Auch bei den anderen Fällen aus Bern und Genf handelt es sich um Männer, die sich mutmasslich im Ausland ansteckten.

Bei Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber und entwickelt sich schnell zu einem Hautausschlag mit Krustenbildung.

Affenpocken sind eine virale Infektionskrankheit, die durch das Orthopoxvirus verursacht wird. Beim Menschen weist das klinische Bild eine gewisse Ähnlichkeit mit Pocken (Variola) auf, wobei Affenpocken-Ansteckungen allgemein milder verlaufen.

Die Infektionserkrankung wird von Tieren, vermutlich von Nagetieren, auf den Menschen übertragen (Zoonose). Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.

Laut EU-Gesundheitsbehörden sind unterdessen mehr als 200 Fälle von Affenpocken ausserhalb Afrikas bestätigt worden. Insgesamt 19 Länder, in denen die Krankheit normalerweise nicht vorkommt, hätten mindestens einen Fall bestätigt.

«Die meisten Fälle sind junge Männer, die sich selbst als Männer identifizieren, die Sex mit Männern haben. Es gab keine Todesfälle», erklärte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit Sitz in Stockholm am Mittwochabend.

Ausserhalb der elf afrikanischen Länder, in denen diese seltene Krankheit endemisch ist, konzentrieren sich die meisten bestätigten Fälle derzeit auf drei Länder: Grossbritannien, Spanien und Portugal.

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