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«E-Zigaretten sind kein Schleckstengel»

Der Kantonsrat Zürich will dem Konsum von E-Zigaretten für Jugendliche unter 16 Jahre einen Riegel schieben. Das hat er am Montag entschieden. Suchtpräventionsstellen begrüssen den Entscheid.

08.06.2020 / 18:08 / von: cgr
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Suchtexperten begrüssen den Entscheid. (Symbolbild: KEYSTONE/APA/HELMUT FOHRINGER

Suchtexperten begrüssen den Entscheid. (Symbolbild: KEYSTONE/APA/HELMUT FOHRINGER

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Sie sind klein und kommen in allen möglichen Farben und Geschmäckern: E-Zigaretten. Die elektronischen Zigaretten sind besonders bei Jugendlichen beliebt: Bei den 15-Jährigen haben bei den Jungs schon mehr als fünfzig Prozent eine E-Zigarette probiert, bei den Mädchen ist es rund jede Dritte. «Die E-Zigaretten enthalten Nikotin. Deshalb ist das Verbot wichtig, weil es den Jugendlichen klar macht, dass sie nicht einfach ein Schleckstengel sind», sagt Stephanie Unternährer von der Kantonalen Präventionsstelle für Suchtmittel.

Der Kanton Zürich schiebt dem Verkauf von E-Zigaretten nun einen Riegel. Mit 111 Ja-Stimmen hat der Kantonsrat einen entsprechenden Vorstoss sehr deutlich angenommen. Damit ist der Kanton Zürich nicht alleine: Im Kanton Thurgau gilt unter Anderem bereits ein Verbot von E-Zigaretten und Tabakwaren für Jugendliche bis 18 Jahren.

Ob Suchtexperten glauben, dass Zürcher Jugendliche ihre E-Zigaretten einfach in Nachbarkantonen beziehen – im Beitrag von RADIO TOP:

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Markus
am 09.06.2020 um 08:17
Echtes Trauerspiel. Unter dem Namen Jugendschutz wird eine der grössten Chancen der öffentlichen Gesundheit verspielt. Ich mache den Politikern keinen Vorwurf sie wissen es einfach nicht ( Das durfte ich letzte Woche live miterleben bei einem SPD Politiker der nicht wusste das England aktiv E-Zigaretten bewirbt auf Staats kosten) und die Gegner setzen auch alles daran das dies so bleibt. Mit dem Argument der bösen Tabakindustrie (bei den Dampfproduktionen haben sie ca. einen Marktanteil von 30% der Rest sind Klein und Mittelständische Betreibe) und die armen Jugendlichen lässt sich jeglicher Fakten basierte Diskussion vermeiden. Das wir hier über ein Produkt sprechen das bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Schädlichkeit nachgewiesen wurde und alle Grundlagenforschung darauf hinweisen das es sich um ein massiv weniger schädliches Produkt handelt, werden schlicht und einfach ignoriert. Die Medien leisten auch noch ihren Beitrag zur Desinformation in dem sie Studienergebnise aus der Grundlagenforschung aufpauschen und Horrorszenarien hineininterpretieren.Ich persönlich bin für eine Abgabebeschränkung ab 18 Jahren dies wird in unserem Shop auch umgesetzt. Jedoch eine Gleichstellung mit Tabakwaren ist einfach unverhältnismäßig und kontraproduktiv. Leute wacht endlich mal auf, an Zigaretten sterben Leute und sie verursachen Gesundheitskosten, bei E-Zigaretten nicht jedenfalls deuten die mengen an Schadstoffen die gefunden worden sind darauf hin. Die Raucherzahlen bleiben trotz Massnahmen konstant. Die Diskussion der Schadensminimierung muss endlich den weg in die Politik finden.