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«Eine Eingemeindung wäre einfacher»

Wie erwartet, gibt es im Zürcher Weinland keine Mega-Fusion. Die vier grösseren Gemeinden haben am Sonntag Nein gesagt. Nur die kleineren Gemeinden Humlikon und Adlikon wollten den Zusammenschluss. Welche Zukunft ihnen nun droht.

30.11.2020 / 11:04 / von: sbr
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Im Zürcher Weinland gibt es keine Mega-Fusion zur Gemeinde Andelfingen. (Screenshot: TELE TOP)

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Für die grosse Fusion im Zürcher Weinland hätte es in jeder der sechs Gemeinden ein Ja gebraucht. Doch die Stimmbevölkerungen von Andelfingen, Kleinandelfingen, Henggart und Thalheim an der Thur wollten sich nicht zusammenschliessen. Dies zum Nachteil der kleineren Gemeinden, Humlikon und Adlikon. Für sie ist die Fusion besonders wichtig, denn sie kämpfen stetig damit Behördenmitglieder zu finden. Auch finanziell und strukturell ist es für derart kleine Gemeinden immer wieder schwierig. Dennoch sagt Marcel Meisterhans, Gemeindepräsident von Humlikon: «Die Welt geht nicht unter.»

Wie es für die Gemeinden im Zürcher Weinland nach dem Nein zur Fusion weitergeht:

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Auch für die Gemeinde Adlikon ist das Nein zur Fusion kein Untergang. Der Gemeindepräsident Peter Läderach will nun die Gespräche wieder aufnehmen, um eine andere Lösung zu finden. Fokus liegt hier auf den Schulstrukturen. Läderach sympathisiert hierbei mit Andelfingen und Kleinandelfingen als Partner denn: «Ein wichtiges Signal ist, dass Henggart klar Nein gesagt hat.»

Auch Humlikon will sich stärker mit Andelfingen zusammenschliessen. Statt der Fusion gibt es für Hansruedi Jucker, Gemeindepräsident von Andelfingen zwei Varianten: Eine Eingemeindung oder grundsätzlich das Aufrüsten bei der Zusammenarbeit. Jedoch ist für Jucker klar: «Eine Eingemeindung wäre einfacher»

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Guido Cavalet
am 30.11.2020 um 12:19
Das Resultat war zu erwarten, wenn auch nicht mit diesem klaren Verdikt. Sicher werden wir uns in Zukunft mit solchen Anliegen wieder befassen müssen. Es hat sich aber gezeigt, dass mit den gegebenen Voraussetzungen keine Mehrheit zu gewinnen war. Bei den fixen Kosten wollte niemand sparen trotzdem ja mindestens 40% der Angestellten hätten entlassen werden müssen. Im weiteren wäre dies zur internen Beschäftigungstherapie ausgeartet und der Steuerzahler wäre während einigen Jahren zur Kasse gebeten worden. Die wirklich wichtigen Bereiche wurden in dieser Pseudo-SWOT-Analyse einfach ausgeklammert oder nur am Rande erwähnt. Teils herrschten von einigen Behördenmitgliedern Vorstellungen die fernab der Realität gewesen wären, dies betrafen vor allem die Standorte der Verwaltung und den Schulgebäuden. Auch hier hatten wir ja bereits erste Erfahrungen von Fusionen sammeln können, noch bevor diese Abstimmung überhaupt spruchreif war. Mittelfristig werden sich sicher Fusionen anbahnen aber diese müssen mit der notwendigen Professionalität der Beteiligten stattfinden, dies hat bei dieser Übung weitgehend gefehlt.