Pull down to refresh...
zurück

Engpass bei den Zürcher Trams: VBZ streichen Linie 17

Der Tram-Engpass lässt die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) eine unpopuläre Massnahme beschliessen: Per 25. November wird das Tramnetz ausgedünnt. Die VBZ hoffen, dass dadurch aber weiterhin ein zuverlässiger Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

21.10.2019 / 10:30 / von: sda/mco
Seite drucken Kommentare
0
Per 25. November wird die Linie 17, die vom Albisgütli nach Werdhölzli führt, eingestellt. (Symbolbild: RADIO TOP / Marija Lepir)

Per 25. November wird die Linie 17, die vom Albisgütli nach Werdhölzli führt, eingestellt. (Symbolbild: RADIO TOP / Marija Lepir)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Bereits im September mussten die VBZ erste Massnahmen treffen, um den Tram-Engpass zu bewältigen. Sie nahmen damals alte Modelle wieder in Betrieb. Seither fahren deshalb auch wieder Trams, die wegen ihrem Stufen-Einstieg nicht behindertengerecht sind.

Gleichzeitig wurden Ausbildungs- und Dienstfahrten während der Hauptverkehrszeit gestrichen, es gibt keine Extrafahrten mehr und die Instandhaltungs- und Einsatzplanung wurde geändert. Doch das reicht offenbar nicht, um den Fahrplan aufrecht erhalten zu können.

Linie 17 wird gestrichen

Wie die VBZ am Montag mitteilten, müssen sie per 25. November den Fahrplan ausdünnen. Dabei werden auch ganze Linien gestrichen, so die Linie 17, die vom Albisgütli nach Werdhölzli führt. Sie wird durch anders geführte Linien 6 und 10 ersetzt.

Zudem wird etwa auf der Linie 15 der Takt verändert. Unter der Woche fährt dort nur noch alle 15 ein Tram. Heute müssen die Passagiere nur maximal 7 oder 8 Minuten warten. Es fahren also nur noch halb so viele 15-er.

Die Fahrgäste würden im Online-Fahrplan, an den Haltestellen und über Durchsagen über alle Änderungen informiert. In den ersten Tagen werden zudem Kundenlenkerinnen und Kundenlenker im Einsatz stehen. Die Änderungen sind auch auf der VBZ-Website im Detail erklärt.

Das neue Tram hat Verspätung

Ursache für den Tram-Engpass ist die Verzögerung bei der Tram-Beschaffung. Wegen Rekursen wird das erste so genannte «Flexity»-Tram erst in diesem November geliefert. Auf die Schiene kann es dann aber noch nicht direkt. Es muss zunächst getestet und zugelassen werden. In Betrieb wird es erst im Sommer 2020 sein.

Die VBZ rechnen damit, dass mit einer Normalisierung des Trambestandes erst auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen ist.

Was der VBZ Direktor Guido Schoch zu den Änderungen sagt, im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Auflistung der wichtigsten Änderungen im Zürcher Verkehrsbetrieb:

- Die Linie 17 entfällt vorübergehend. Sie wird durch die Linien 6 und 10 ersetzt. 

- Die Linie 6 wird neu ab Central via Bahnhof Bahnhofquai/HB nach Werdhölzli geführt und ersetzt damit die Linie 17.

- Die Linie 10 fährt neu tagsüber von Montag bis Samstag ab Central durch die Bahnhofstrasse nach Bahnhof Enge und ersetzt damit die Linie 6 auf diesem Abschnitt. Zur Hauptverkehrszeit wird die Linie 10 ab Enge bis nach Albisgütli verlängert und ersetzt damit die Linie 17 auf diesem Abschnitt. Zu den übrigen Zeiten verkehrt die Linie 10 wie heute bis zum Haptbahnhof.

- Auf der Linie 15 wird von Montag bis Samstag eine Zaktreduktion auf einen 15-Minuten-Takt vorgenommen. Am Sonntag bleibt der Fahrplan unverändert.

- Mirage Trams: Die beiden bisher solo auf den Linien 8 und 17 im Einsatz stehenden Mirage-Trams werden neu als Doppeltraktion auf der Linie 13 geführt.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare