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Fällander Kirchenstreit: Pfarrerin wird aus dem Amt abberufen

In der reformierten Kirche Fällanden ist eine Pfarrerin nach einem langen Streit abberufen worden. Laut einer Mitteilung der reformierten Kirche des Kantons Zürich hat eine Untersuchung ergeben, dass die Frau für das Amt unfähig und unwürdig ist.

09.10.2019 / 13:05 / von: mco
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Das letzte noch hängige Administrativverfahren in der Kirchgemeinde Fällanden ist abgeschlossen.(Screenshot: Google Maps)

Das letzte noch hängige Administrativverfahren in der Kirchgemeinde Fällanden ist abgeschlossen.(Screenshot: Google Maps)

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Der Kirchenrat hat Pfarrerin Malinee Müller aus dem Pfarramt in der Kirchgemeinde Fällanden abberufen, dies teilt die reformierte Kirche des Kanton Zürich mit.

Der Kirchenrat sei zum Schluss geraten, dass die Pfarrerin sich aufgrund ihres Verhaltens insbesondere in den Bereichen Zusammenarbeit und Kommunikation zur Führung eines Pfarramts als unfähig und unwürdig erwiesen hat und dass es ihr unter diesen Vorzeichen nicht gelingen wird, das Vertrauen der Kirchgemeinde in der erforderlichen Klarheit wiederzugewinnen.

Der Abberufung ging ein jahrelanger Streit voraus. Malinee Müller wollte 2016 die Arbeitszeit nicht erfassen, obwohl sie von der Kirche davon aufgefordert wurde. Laut dem «Tages-Anzeiger» sei dies der Auslöser gewesen.

Nachdem der Kirchgemeindepräsident im «Chilebrief» veröffentlicht hatte, dass Müller sich weigere die Arbeitsstunden aufzuschreiben, eskalierte die Situation. Malinee Müller war Beldeidigungen und Drohbriefen ausgesetzt, heisst es im Bericht weiter.

Müller vermutete, dass ihre Pfarrkollegin hinter den Briefen stecken könnte und erstattete Anzeige. Das Verfahren gegen ihre Kollegin wurde jedoch am 24. November 2016 eingestellt, wie die reformierte Kirche des Kanton Zürich in einer Medienmitteilung schreibt.

Auch die Rolle des Kirchenpflegepräsidenten wurde in einem Administrativverfahren untersucht. Dieser durfte nach der Einstellung des Verfahrens seinen Posten, von dem er kurzzeitig beurlaubt worden war, wieder einnehmen.    

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