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Fast 15 Prozent des Zürcher Heimpersonals mit Corona angesteckt

Rund acht Prozent aller Zürcherinnen und Zürcher haben bis Ende 2020 eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Mitarbeitende in Alters- und Pflegeheimen wurden gemäss einer Studie der Universität Zürich jedoch deutlich häufiger angesteckt als die Gesamtbevölkerung: Bei ihnen lag der Anteil bei fast 15 Prozent.

26.02.2021 / 14:41 / von: sda/asl
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Mitarbeitende in Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich haben sich häufiger als der Rest der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Mitarbeitende in Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich haben sich häufiger als der Rest der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Bei der Gesamtbevölkerung verdoppelte sich der Ansteckungswert innerhalb wenige Monate: Hatten im August 2020 noch 3,4 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher eine Coronavirus-Infektion durchgemacht, lag der Wert Ende Jahr bereits bei acht Prozent.

Dies geht aus einer Studie des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Untersucht wurde in der Studie auch, ob die Häufigkeit von Coronavirus-Infektionen in besonders exponierten Berufsgruppen höher ist. Dazu wurden gezielt Mitarbeitende von Spitex-Organisationen sowie von Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich getestet.

Erhöhte Ansteckungsgefahr in Heimen

Bei den Spitex-Mitarbeitenden lag die Häufigkeit mit 3,8 Prozent nur unwesentlich über dem Wert der Gesamtbevölkerung. Bei den Mitarbeitenden von Alters- und Pflegeheimen hingegen lag er bei durchschnittlich 14,9 Prozent.

Für diesen Teil der Studie wurden gezielt Mitarbeitende ausgewählt, die im Frühling 2020 in Heimen oder Gemeinden mit besonders vielen Coronavirus-Fällen tätig waren.

Ermittelt wurde die Häufigkeit von Antikörpern in Blutproben. Das Vorhandensein von Antikörpern gilt als Nachweis für eine durchgemachte Coronavirus-Infektion.

Ein Viertel klagt über Langzeitfolgen

Das EBPI führt zudem eine Beobachtungsstudie zu den langfristigen Folgen einer Coronavirus-Infektion durch. Dabei habe sich bisher gezeigt, dass vor allem Personen mit stärkeren Symptomen nachher über eine mehrheitlich robuste und anhaltende Immunantwort verfügten.

Rund ein Viertel der Erkrankten habe angegeben, sich auch nach sechs Monaten noch nicht vollständig erholt zu haben. Sie klagten besonders häufig über starke Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Husten und Symptome einer mindestens leichten Depression oder Angststörung.

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