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Fehlverhalten von Medizinern ruft Zürcher Politik auf den Plan

Die jüngsten Verfehlungen am Universitätsspital Zürich rufen die Politik auf den Plan. Die Kantonsratsfraktionen der SP, Grünen, GLP und EVP sprechen nicht von Einzelfällen, sondern von einem «Systemversagen» und fordern gesetzliche Massnahmen.

25.05.2020 / 10:51 / von: abl
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Die Verfehlungen am Unispital rufen die Politik auf den Plan. (Bild: usz.ch)

Die Verfehlungen am Unispital rufen die Politik auf den Plan. (Bild: usz.ch)

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Vergangene Woche hatte der Fall eines Herzchirurgen am Zürcher Universitätsspital

für Schlagzeilen gesorgt. Er soll Berichte über Operationen geschönt haben, bei denen es zu Komplikationen kam. So behauptete er gegenüber Fachzeitschriften und gegenüber der Schweizerischen Heilmittelbehörde Swissmedic, die Operationen seien nach Plan verlaufen.

Kurze Zeit später wurde ein Fall publik, bei dem ein Zahnarzt Patienten des Universitätsspitals für seine Privatpraxis abwarb, um sich in die eigene Tasche zu wirtschaften.

Gesundheitspolitiker forderten daraufhin mehr Kontrolle für das Universitätsspital.

 In der heutigen Kantonsratssitzung haben nun unterschiedliche Fraktionen zusätzlich eine Fraktionserklärung abgegeben. Darin kritisieren sie, es handle sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein Systemversagen.

Die Leitung des Spitals, der Spitalrat, der Universitätsrat und die Regierung hätten kollektiv versagt. In der Fraktionserklärung fordern SP, Grüne, GLP und EVP deshalb nun Massnahmen und Konsequenzen von den zuständigen Aufsichtsbehörden und Regierungsdirektionen. Nur so könne der Reputationsschaden für das Universitätsspital und die Universität eingegrenzt werden.

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