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Frauenstreik: Das passiert, wenn Lehrerinnen die Schule «schwänzen»

Am Freitag, 14. Juni ist Frauenstreik. Frauen in der ganzen Schweiz gehen für ihre Rechte auf die Strasse. Gerade im Lehrerberuf sind hauptsächlich Frauen tätig. Aber: dürfen Lehrerinnen streiken?

11.06.2019 / 16:20 / von: abl
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Am Freitag soll es trotz Frauenstreik keine leeren Klassenzimmer geben. (Bild: pixabay.com/weisanjiang)

Am Freitag soll es trotz Frauenstreik keine leeren Klassenzimmer geben. (Bild: pixabay.com/weisanjiang)

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Acht von zehn Lehrpersonen auf Primarschulstufe sind weiblich. Das zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik aus dem letzten Jahr. Auf Sekundarschulstufe sind es immerhin knapp 60%. Sollten also alle Lehrerinnen am Freitag streiken, würde in vielen Klassenzimmern der Unterricht ausfallen. 

Wie die Schulbehörden in den unterschiedlichen Kantonen des Sendegebiets mit dem Frauenstreik umgehen, im Beitrag von RADIO TOP:

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Beispielsweise im Kanton Schaffhausen ist deshalb vorbeugend eine Regel aufgestellt worden: Lehrerinnen dürfen grundsätzlich streiken, wenn sie einen Tag unbezahlten Urlaub beziehen und eine Stellvertretung organisieren.

Auch im Kanton Zürich gilt grundsätzlich diese Regel. Gerade bei den höheren Schulstufen dürfte sie aber gar nicht unbedingt zum Tragen kommen. Lehrerinnen auf Mittelschulstufe hätten meistens neben ihren Lektionen Zeit, am Streik teilzunehmen, heisst es vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt. Und gerade bei den Berufsschulen stehen die Lehrabschlussprüfungen an, weshalb für viele Lehrerinnen ein Streik gar nicht in Frage käme.

Im Kanton Thurgau liegt die Entscheidung bei den Schulgemeinden selbst, da diese als Arbeitgeber zuständig sind. Solange für eine Vertretung gesorgt ist und keine Zusatzkosten für die Schulgemeinden entstehen, dürfen Lehrerinnen aber grundsätzlich streiken.

Keine allgemeine Regel hat der Kanton St.Gallen. Auf Anfrage von RADIO TOP heisst es, ein Streik sei eine Verletzung der Dienstpflicht, die Sanktionen nach sich ziehe. Zur Art der Sanktionen können die zuständigen Stellen aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen.

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