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Fussballstadion auf dem Hardturmareal spaltet die Zürcher Linken

Das geplante Fussballstadion auf dem Hardturmareal sorgt bei den Stadtzürcher Linken für Uneinigkeit. Einzelne Politiker haben sich zum «Linken Flügel» für das Stadion zusammengeschlossen. Einige Politiker sehen daher die Grundwerte ihrer Partei verletzt.

11.03.2020 / 16:51 / von: cgr/sda
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Das Ensemble «Linker Flügel» setzt sich für ein JA zum neuen Fussballstadion auf dem Hardturmareal. Auch wenn ihre Parteien anderer Meinung sind. (Bild: RADIO TOP / Céline Greising)

Das Ensemble «Linker Flügel» setzt sich für ein JA zum neuen Fussballstadion auf dem Hardturmareal. Auch wenn ihre Parteien anderer Meinung sind. (Bild: RADIO TOP / Céline Greising)

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Der Abstimmungskampf ist einmal mehr eröffnet: Linke Zürcher Politikerinnen und Politiker engagieren sich im Komitee «Linke Flügel» für ein neues Fussballstadion auf dem Hardturmareal mit Wohnungen. Die Stadtzürcher werden im Mai bereits das vierte Mal über das Vorhaben befinden.

Im Komitee «Linke Flügel» mit dabei sind Exponenten von SP, den Grünen und der AL, wie das Komitee am Mittwoch mitteilte. Diese Politikerinnen und Politiker haben eine andere Meinung als ihre Parteien, welche das Projekt «Ensemble» entweder ablehnen oder Stimmfreigabe beschlossen haben.

Wie die Linken Parteien untereinander über den neuen Plan auf dem Hardturmareal diskutieren, im Beitrag von RADIO TOP:

audio 

Das Stadionprojekt fördere die Durchmischung des Quartiers und trage zur Belebung von Zürich-West bei, ist das linke Komitee überzeugt. Zudem trage der Fussball massgeblich zur Integration bei und habe ein «echtes Zuhause» verdient.

Mit ihrem Einsatz für das neue Fussballstadion engagiere sich das Komitee auch für den Bau von Wohnungen, die 1500 Menschen ein neues Zuhause bieten würden, heisst es in der Mitteilung. Rund ein Drittel von ihnen würde in günstigen Genossenschaft-Wohnungen leben.

Hochrote Köpfe bei den Grünen 

Ganz anders sieht das der Grüne Gemeindepräsident Markus Knauss. Die geplanten Genossenschaftswohnungen sind für Knauss zu wenige. Doch nicht nur das Argument sorgt bei ihm für Kopfschütteln: «Wir müssen «Hitzeminderung» in der Stadt Zürich betreiben, und dieses Projekt widerspricht allen Grundsätzen um dies in der Stadt Zürich umzusetzen».

Brigitte Fürer, Vorstandsmitglied der Zürcher Grünen, ist auf derselben Wellenlänge wie Knauss «Für mich ist es klar, dass das Stadion und die Wohnungen auf dem Hardturmareal kein Grünes Anliegen sein können». Welche Parole die Grünen für die Abstimmung am 17. Mai herausgeben, ist noch nicht bekannt. Die AL hat am Mittwoch das NEIN beschlossen. 

Befürworter und Gegner bezüglich dem Abstimmungskampf um das Hardturmprojekt im Beitrag von TELE TOP:

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