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Gender-Gap und Co. sorgen für Aufruhr in Zürcher Politik

Die Diskussion in der Zürcher Politik um gendergerechte Sprache geht in eine neue Runde. Bereits mehrere Male wurden Vorstösse abgelehnt, weil sie nicht gendergerecht formuliert wurden. Nun hat das Zürcher Ratsbüro gar einen Vorstoss mit Gender-Gap abgelehnt.

12.07.2019 / 12:44 / von: sbr/vbu
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Der Grosse Gemeinderat Zürich nimmt es genau mit der gendergerechten Sprache. (Bild: RADIO TOP)

Der Grosse Gemeinderat Zürich nimmt es genau mit der gendergerechten Sprache. (Bild: RADIO TOP)

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Seit dreissig Jahren wird die gendergerechte Sprache immer wieder diskutiert. Schreibweisen gibt es mittlerweile viele. So beispielsweise Aktivist*innen, AktivistInnen oder auch Aktivist_innen. Letztere Variante hat der AL-Gemeinderat Garcia Nuñez in seinem Vorstoss an das Zürcher Stadtparlament angewendet und wurde zürückgewiesen, wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt. Als nächstes wird der abgelehnte Vorstoss vom Gesamtparlament behandelt. AL-Gemeinderat David Garcia Nuñez hat bereits angekündigt, seinen Vorstoss mit angepasster Sprache erneut einzureichen.

Varianten wie jene mit dem Stern oder einem Gender-Gap seien zwar gut, dennoch müsste mindestens einmal alles ausgeschrieben werden, sagt Helena Trachsel, Leiterin der Zürcher Fachstelle für Gleichstellung. Denn durch das Ausschreiben würden sich Mädchen und Frauen angesprochen fühlen, so Trachsel weiter. Anderen wie Johannes Wyss, ehemaliger Präsident des Vereins für die deutsche Sprache verstehen zwar die Problematik stören sich aber an der Ästhetik. «Das ist nicht mehr die deutsche Sprache, sondern eine Krücke, auf welche man verzichten sollte.»

Dass einheitliche Regeln nicht ganz einfach sind, darüber sind sich Helena Trachsel und Johannes Wyss einig. Ihre Einschätzungen sind im RADIO TOP-Beitrag zu hören:

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