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Grundwasser im Zürcher Weinland am stärksten mit Pestiziden belastet

Wegen des Pflanzenschutzmittels Chlorothanolin ist das Grundwasser stark mit chemischen Stoffen verschmutzt. Nun ist klar, um wie viel die 28 Gemeinden im Kanton Zürich den Grenzwert überschreiten.

04.09.2019 / 06:36 / von: swd
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Im Kanton Zürich sind die Werte besonders schlimm. (Symbolbild: pixabay.com/422737)

Im Kanton Zürich sind die Werte besonders schlimm. (Symbolbild: pixabay.com/422737)

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Das Pflanzenschutzmittel Chlorothanolin ist ein Stoff den Bauern beim Getreide- und Gemüseanbau einsetzen. Das chemische Mittel hilft gegen Pilzbefall. Weil das Pestizid krebserregend sein könnte, hat die EU gegen den Stoff ein Verbot ausgesprochen.

In der Schweiz überschreiten etwa 48 Grundwasserstellen den vorgegebenen Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich. In 28 Gemeinden ist der Wert zu hoch. Die genauen Werte sind in einer Liste ersichtlich, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Besonders schlimm ist die Verschmutzung durch Chlorothanolin in den Gemeinden Stammheim (1,34 Mikrogramm pro Liter), Trüllikon (0,91 Mikrogramm pro Liter), Seuzach (0,89 Mikrogramm pro Liter) und Neftenbach (0,66 Mikrogramm pro Liter).

Einige Gemeinden wie zum Beispiel Pfäffikon ZH (0,40 Mikrogramm pro Liter) mussten wegen den schlechten Werten einzelne Grundwasserstellen oder Pumpwerke stilllegen. Die Grundwasserstelle in Waltalingen (gehört zu Stammheim) ist nicht mehr im Trinkwasserkreislauf und wird nur noch von Bauern zur Bewässerung benutzt, sagt der Gemeindeschreiber von Stammheim Andi Pfenninger gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Auch die betroffene Quelle in Seuzach, die der Gemeinde Hettlingen gehört, ist momentan stillgelegt. Trüllikon musste ebenfalls eine Grundwasserfassung vom Netz nehmen. Betroffene Gemeinden beziehen aktuell Trinkwasser aus anderen Gemeinden wie zum Beispiel aus Winterthur.

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