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Heizpilze sollen Zürcher Gastronomie durch den Winter bringen

Für die Heizpilze soll es diesen Winter in der Stadt Zürich ein Comeback geben. Denn dank den als Klimasünder geltende Wärmequellen sollen Beizen auch im kalten Winter draussen bewirten können. Im Kantonsrat gibt es Unterstützung.

01.09.2020 / 09:52 / von: asl
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Bereits einige Gastronomen tüfteln an Lösungsansätzen, um Gäste auch im Winter draussen warm halten zu können. Temporäre Dächer, Windschütze, Zelte, Heizungen, aber auch die umstrittenen Heizpilze stehen laut der Zeitung zur Debatte. (Symbolbild: pixabay.com/Harald Landsrath)

Bereits einige Gastronomen tüfteln an Lösungsansätzen, um Gäste auch im Winter draussen warm halten zu können. Temporäre Dächer, Windschütze, Zelte, Heizungen, aber auch die umstrittenen Heizpilze stehen laut der Zeitung zur Debatte. (Symbolbild: pixabay.com/Harald Landsrath)

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Weil sich viele Gäste in Innenräume unwohl fühlen und doch sehr gutes Wetter herrschte, durften die Gastronomen in der Stadt Zürich diesen Sommer den öffentlichen Grund draussen gratis nützen. So wurde in vielen Beizen bis aufs Trottoire Tische platziert. Doch jetzt, wo langsam aber sicher der Winter kommt, kommt auch die Herausforderung, Gäste weiterhin im Aussenbereich bewirtschaften zu können.

Darum tüfteln laut «TagesAnzeiger» bereits einige Gastronomen an Lösungsansätzen, um Gäste auch im Winter draussen warm halten zu können. Temporäre Dächer, Windschütze, Zelte, Heizungen, aber auch die umstrittenen Heizpilze stehen laut der Zeitung zur Debatte.

Aus dem Kantonsrat erhalten die Gastronomen von verschiedenen Seiten Unterstützung. Der Freisinnige Marc Bourgeois spricht sich zusammen mit Jürg Sulser (SVP) dafür aus, dass diesen Winter ausnahmsweise Heizpilze draussen aufgestellt werden dürfen. Zudem soll das Bewilligungsverfahren für Zelte und Eigenbauten schneller und die Öffnungszeiten angepasst werden.

Heizpilze-Vorstoss soll geprüft werden

Martin Neukom von den Grünen, als Regierungsrat verantwortlich für die Energiegesetzgebung, sagt laut «TagesAnzeiger» am Rande der Kantonsratssitzung vom Montag, dass der Vorstoss mit den Heizpilzen ernsthaft geprüft werden soll. In solchen Ausnahmesituationen müsse man flexibel bleiben. Er äussert aber auch Bedenken, da Aussenheizungen generell meistens mit Gas betrieben werde, was rechtlich nicht zulässig ist.

Anders äussert sich der Chef der grünen Kantonsratsfunktion, Thomas Furrer, gegenüber den Heizpilzen. Die seien von energietechnisch Seite her gesehen ein «Blödsinn». Er empfiehlt den Gastronomen, als Erstes die Möglichkeiten in den Innenräumen auszubauen.

Markus Späth, Fraktionschef der SP, zeigt sich laut «TagesAnzeiger» bereit für einen Kompromiss. Es könne sein, dass sie ihre Ablehnung gegenüber den Heizkörpern befristet aufweichen würden. Aber die Heizpilze sollen mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Am kommenden Montag veranstaltet die Stadt Zürich einen runden Tisch, an dem zusammen mit Gewerben, der Hotellerie und der Gastrobranche, über deren Forderungen für den Corona-Winter diskutiert werden soll.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Thomas Forrer (Grüne), Martin Hübscher (SVP) und Ernst Bachmann (Präsident Gastroverband ZH) über den potenziellen Einsatz der Heizpilze:

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