Pull down to refresh...
zurück

«Ich würde als Kontrolle aufs Handy anrufen»

Bei einer Party in Zürich gab rund ein Drittel der Besucher falsche Kontaktangaben an. Damit wurde das Contact-Tracing massiv erschwert. Ein Rechtsanwalt schlägt nun vor, von allen Besuchern die Handynummer aufzunehmen und mit einem Anruf zu überprüfen.

29.06.2020 / 12:01 / von: lny
Seite drucken Kommentare
0
Wer in einen Club will, soll beim Eingang seine Handynummer angeben. (Symbolbild: pixabay.com/A_Werdan)

Wer in einen Club will, soll beim Eingang seine Handynummer angeben. (Symbolbild: pixabay.com/A_Werdan)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Beim Besuch eines Clubs müssen Gäste ihre Kontaktdaten angeben, also Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Nur geben viele Besucher falsche Daten an. So erst küzrlich geschehen bei der Party in Zürich, bei der ein Gast fünf Personen ansteckte und deshalb 300 weitere in Quarantäne müssen. Die Zürcher Gesundheitsdirektion reagierte erbost und drohte mit Club-Schliessungen, wenn die Kontrollen nicht verschärft würden.

Handynummer angeben und prüfen

Damit Gäste in Zukunft keine falschen Angaben mehr machen, sieht Rechtsanwalt Lukas Fässler nur eine Lösung, wie er gegenüber RADIO TOP sagt: «Ich würde bei der Eingangskontrolle die Handynummer verlangen, würde als Kontrolle auf das Handy anrufen und der Gast muss zeigen, dass es auf seinem Handy klingelt.» So könnten Partygänger keine falsche Nummer mehr angeben. Sollten die Behörden eine Person beim Contact-Tracing nicht erreichen, könnte dies sogar rechtliche Konsequenzen haben, so Fässler. «Immerhin haben wir hier möglicherweise einen Straftatbestand, nämlich das Verbreiten einer lebensbedrohlichen Krankheit.»

Keine Probleme mit Datenschutz

Neben der Handy-Variante gebe es auch noch die Möglichkeit eines Bestätigungsmails oder eines Fotos der ID. Die erste sei aber die schnellste und einfachste. Bedenken beim Datenschutz hat Lukas Fässler keine. «Erstens geht man freiwillig in einen Club. Zweitens geht es um den Schutz der grossen Masse.» Darum brauche es auch kein neues Gesetz. Einzige Bedingung wäre, dass die Behörden festlegen müssen, wann die Daten gelöscht werden müssen.

Wie falsche Kontaktangaben verhindert werden können, im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Beitrag erfassen

Keine Kommentare