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In Zürich wird Häftlingen die Corona-Impfung vorenthalten

Im Kanton Zürich können sich seit dieser Woche auch über 50-Jährige in einer Gemeinschaftseinrichtung gegen das Corona-Virus impfen lassen. Dazu gehören auch die Gefängnisse. Viele Häftlinge erhalten dennoch aber keine Impfung.

01.05.2021 / 11:52 / von: sko
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Häftlinge im Kanton Zürich warten auf eine Corona-Impfung. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Häftlinge im Kanton Zürich warten auf eine Corona-Impfung. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Im Kanton Zürich warten immer noch viele impfberechtigte Gefängnis-Insassen auf ihre Corona-Impfung. Grund dafür sind logistische Probleme, mit denen die Gefängnisse zu kämpfen haben, berichtet der Tages-Anzeiger.

So werden beispielsweise verschiedene Impfstoffe an die Gefängnisse im Kanton verteilt, was die Zweit-Impfungen von Insassen, die vielleicht verlegt werden müssen, nicht sicherstellt. «Für uns wäre es sehr viel einfacher, wir würden nur Impfstoff von einem Hersteller erhalten und könnten diesen allen impfwilligen Gefangenen und Mitarbeitenden direkt im Gefängnis verabreichen», erklärt Astrid Rossegger, die Zuständige für das Impfprogramm in den Zürcher Gefängnissen.

Zudem fehlt es den Gefängnissen oftmals an medizinisch geschultem Personal. Die Verantwortlichen fordern von der Regierung deshalb Sonder-Regelungen für Gefängnisse.

Zürcher Politiker fordern Lösung

«Es müsste möglich sein, einen Impfstoff für alle Gefängnisse zu organisieren», meint der Zürcher SP-Politiker Andreas Daurù gegenüber RADIO TOP. Auch der Zürcher FDP-Präsident Hans-Jakob Bösch findet, dies müsste möglich sein, wie er im RADIO TOP Interview betont: «Die Zürcher Regierung zeigt einmal mehr, dass sie sich mit dieser ganzen Corona-Geschichte schwertut. Andere Kantone haben gezeigt, dass es auch anders funktioniert.»

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