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Jüngste leiden stark unter Corona-Massnahmen

Der jüngste Teil der Bevölkerung leidet stark unter den Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das zeigen Zahlen des Kinderspitals Zürich. Dort hat sich die Zahl der eingewiesenen Kinder und Jugendlichen, die einen Suizidversuch unternommen hatten, 2020 mehr als verdoppelt.

11.04.2021 / 07:32 / von: sap/cgr/sda
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Am Kinderspital Zürich hat sich die Zahl der eingewiesenen Kinder und Jugendlichen, die einen Suizidversuch unternommen hatten, 2020 mehr als verdoppelt. (Bild: pixabay.com/Anemone123)

Am Kinderspital Zürich hat sich die Zahl der eingewiesenen Kinder und Jugendlichen, die einen Suizidversuch unternommen hatten, 2020 mehr als verdoppelt. (Bild: pixabay.com/Anemone123)

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2020 sind 49 Kinder oder Jugendliche wegen eines Suizidversuchs im Kinderspital Zürich behandelt worden, berichtet die «NZZ am Sonntag». Im Jahr davor waren es noch deren 22. Die Zahl hat sich im Corona-Jahr also mehr als verdoppelt.

Ebenfalls zugenommen haben demnach Essstörungen, die zum Teil lebensbedrohlich sind, und dissoziative Störungen, wenn also Betroffene ihren Körper plötzlich nicht mehr richtig spüren. Die Mehrheit der Betroffenen ist weiblich. Männliche Jugendliche würden ihre Probleme häufiger gegen aussen zeigen und werden aggressiv. Für die psychotherapeutische Nachbehandlung sei es praktisch aussichtslos, Plätze zu finden. Die Versorgungslage sei katastrophal, sagte Markus Landolt, Leitender Psychologe des Kinderspitals, im Interview mit der Zeitung.

Viele psychosomatischen Krankheiten

Deutlich zugenommen hat im Kinderspital Zürich während der zweiten Welle gemäss Landolt auch die Anzahl stationärer Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Störungen. Die Zahl sei in der Zeit vom letzten November bis diesen März beinahe dreimal so hoch wie in der gleichen Vorjahresperiode.

Dabei geht es um Symptome, für die sich keine körperlichen Ursachen finden lassen. "Die einen haben so heftige Schmerzen, dass sie nicht mehr zur Schule gehen können und stark eingeschränkt sind. Andere entwickeln dissoziative Störungen, das heisst, sie spüren ihren Körper plötzlich nicht mehr richtig oder können zum Teil einzelne Körperteile nicht mehr bewegen", berichtet Landolt.

Häufig würden auch Betroffene von Essstörungen eingeliefert werden. Die Anzahl der Hospitalisierungen habe sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt von 21 auf 45. Die Essstörungen seien zum Teil lebensbedrohlich.

Besorgt ist Landolt um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen nach der Entlassung aus dem Spital. Für die psychotherapeutische Nachbehandlung sei es praktisch aussichtslos, Plätze zu finden. Die Versorgungslage sei katastrophal, sagte Landolt.

Bei Suizidgedanken ist es laut Fachpersonen besonders wichtig, darüber zu sprechen. Hier gibt es Hilfe:

- Die Dargebotene Hand, Telefonnummer 143 (www.143.ch)

- Pro Juventute: Telefonnummer 147 (www.147.ch)

- Kirchen (www.seelsorge.net)

Im Interview mit TELE TOP erklärt Markus Landolt, leitender Psychologe des Kinderspitals, wieso Kinder und Jugendliche besonders unter der Pandemie leiden:

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Roman
am 12.04.2021 um 16:33
Nachtrag: natürlich ist es schlimm, was den Jugendlichen passiert. Auch Erwachsene leiden sehr darunter, und töten sich selbst auch. Ich selbst habe wegen den Massnahmen seit fast einem Jahr kein Einkommen mehr (Selbständig erwerbend). Aber es ist nicht das Virus, das die Menschen zum Suizid oder in den Ruin treibt, es sind die Massnahmen, die völlig unverhältnissmässig sind. Was nützt uns ein Lockdown, wenn die Menschen sich zuhause selbst töten, weil sie diese soziale Isulation nicht ertragen, oder die Rechnungen nicht mehr bezahlen können, weil ihr Geschäft geschlossen ist aber als Selbstständiger keine Hilfe erhalten? Die die Daumen runter machen haben ihren Lohn, richtig? Euch macht es nichts aus, uns schon.
Roman
am 11.04.2021 um 11:10
Falschinformation: eine Pandemie ist, wenn 5% der Bevölkerung von einer Infektion erkrankt (also mit Symptomen) oder verrtorben sind.Wir (und der Rest der Welt) haben positiv getestete ohne Symptome + Erkrankte + Verstorbene zusammengezählt ganze 0.2% der Bevölkerung.Es ist also sehr weit entfernt von einer Pandemie.Das Ganze fängt also schon mit einer Lüge an.Und natürlich wird das nicht veröffentlicht, auch wenn es der Wahrheit entspricht. Propaganda und Zensur leben hoch