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Jürg Stahl bleibt Präsident von Swiss Olympic

Jürg Stahl bleibt bis 2024 Präsident von Swiss Olympic. Der 52-jährige Zürcher wird vom Sportparlament für eine zweite Legislatur von vier Jahren gewählt.

20.11.2020 / 18:31 / von: sda/pwa
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Jürg Stahl ist als Präsident von Swiss Olympic wiedergewählt worden. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Jürg Stahl ist als Präsident von Swiss Olympic wiedergewählt worden. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Stahl steht dem Dachverband des Schweizer Sports seit 2016 vor. Der ehemalige Kunstturner und Zehnkämpfer, der 20 Jahre für die SVP im Nationalrat sass, war der einzige Kandidat und wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt. Vor seiner Präsidentschaft hatte Stahl bereits acht Jahre im Exekutivrat von Swiss Olympic gesessen.

Stahls erste Legislatur ist als Erfolg zu werten. Unter seiner Führung und dank seinem politischen Netzwerk hat der Sport in der Schweiz seine Stellung gestärkt. Das zeigt sich zum Beispiel in finanzieller Hinsicht: Seit 2016 verdoppelten sich die Beiträge der öffentlichen Hand und der Sport-Toto-Gesellschaft an Swiss Olympic und die Verbände auf rund 50 Millionen im Jahr 2019. Für 2020 durfte Swiss Olympic allein von der Sport-Toto-Gesellschaft einen Scheck über knapp 46 Millionen entgegen nehmen.

Stark involviert war Stahl auch während der Corona-Pandemie in den letzten Monaten, als dem Sport vom Bund Hilfsgelder von total 550 Millionen Franken genehmigt wurden. Eine Niederlage musste Stahl dagegen 2018 einstecken, als der Kanton Wallis Nein zu «Sion 2026» und damit Olympischen Winterspielen in der Schweiz sagte.

Wahl musste abgebrochen werden

So sicher Stahl das Schiff Swiss Olympic steuert, so langwierig und pannenreich lief das erste virtuelle Sportparlament ab. Technische Probleme verhinderten, dass alle Wahlen wie geplant durchgeführt werden konnten. Als die restlichen Exekutivrats-Mitglieder hätten gewählt werden sollen, streikte während des zweiten Wahlgangs plötzlich die Abstimmungs-Software.

Der letzte freie Platz bei der Gesamterneuerungswahl für den Exekutivrat konnte deshalb nicht besetzt werden. Und so wird das Sportparlament zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammenkommen müssen, um das Gremium zu komplettieren.

Im ersten Wahlgang hatten die nebst Stahl sechs bisherigen Mitglieder sowie Sergei Aschwanden (vorgeschlagen vom Judo & Ju-Jitsu-Verband) und Nora Willi (Swiss Volley) das nötige absolute Mehr an Stimmen erreicht. Ganz sicher waren sich die Verantwortlichen von Swiss Olympic aber nicht, ob dieser Wahlgang rechtens ablief. «Wir gehen davon aus, aber wir werden das noch einmal überprüfen», so Stahl.