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Jugendpsychologe zu Gewalt am Stadelhofen: «Jugendliche brauchen Angebote»

Nach verschiedenen Auseinandersetzungen am Samstagabend rund um den Bahnhof Stadelhofen in Zürich fordert die SVP mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung. Der Kinder- und Jugendpsychologen Allan Guggenbühl glaubt hingegen nicht, dass repressive Massnahmen die Lösung sind.

08.02.2021 / 19:39 / von: mst
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Allan Guggenbühl plädiert für mehr Freiheit anstelle von mehr Repression für die Jugendlichen. (Bild: TELE TOP)

Allan Guggenbühl plädiert für mehr Freiheit anstelle von mehr Repression für die Jugendlichen. (Bild: TELE TOP)

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Am Wochenende kam es im Bereich rund um den Bahnhof Stadelhofen und den Sechseläuteplatz in Zürich zu verschiedenen Auseinandersetzungen, an denen Jugendliche beteiligt waren. Mehrmals musste die Polizei einschreiten. Weil es in diesem Gebiet immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt, fordert die SVP mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung. Bereits 2019 installierte die Stadtpolizei bei der Seepromenade für eine gewisse Zeit Überwachungskameras.

Solche repressive Massnahmen würden das Problem aber kaum lösen, glaubt der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl. Jugendliche leiden extrem unter den Corona-Einschränkungen, viele haben das Gefühl, es betreffe sie nicht. Die dadurch entstehende Aggression könne sich in Gewalt umwälzen, sagt Allan Guggenbühl. Er sieht darum zwei Ansätze: Einerseits müssen Jugendliche bei den Entscheidungen stärker eingebunden werden, andererseits brauche es Angebote für sie. Man müsse sich überlegen, ob man Jugendlichen in gewissen Bereichen Freiheiten zurückgeben kann.

Im Beitrag von TELE TOP erklärt Allan Guggenbühl, warum die Corona-Massnahmen bei Jugendlichen zu Frustration führen können:

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Stipo
am 21.06.2021 um 07:44
Man soll dort die jugendlichen auflösen und mehr Polizei Präsenz zeigen. Ich wurde am Freitag brutal angegriffen.