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Kahlschlag beim Zürcher Baukonzern Implenia

Der Baukonzern Implenia plant einen grösseren Umbau. Dies wird zu ungefähr 750 Entlassungen führen, davon 250 in der Schweiz, teilt das Zürcher Unternehmen am Dienstagmorgen mit.

27.10.2020 / 07:08 / von: das/sda
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Der Zürcher Baukonzern Implenia streicht 750 Stellen. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Zürcher Baukonzern Implenia streicht 750 Stellen. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

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Implenia richtet seine Strategie neu aus und plant eine grundlegende Reorganisation. Der Zürcher Baukonzern will sein Geschäft auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland fokussieren. Nur der Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte sollen auch in anderen Ländern angeboten werden.

Von der geplanten Restrukturierung betroffen sind bis zu 2'000 Vollzeitstellen. Geplant seien rund 750 Entlassungen, davon 250 in der Schweiz, heisst es in einer Mitteilung. Die übrigen Stellen sollen an andere Eigentümer übergehen. Die Schritte sollen bis 2023 Einsparungen von mehr als 50 Millionen Franken pro Jahr bringen. Die Restrukturierungskosten belaufen sich auf circa 60 Mio. Franken.

Hinzu kommen die von Unternehmen geschätzten Kosten von rund 50 Millionen Franken durch die anhaltend negativen Auswirkungen von Covid-19 im Geschäftsjahr 2020. Entsprechend wird beim Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein Minus von 70 Millionen Franken erwartet.

Die Gewerkschaft Unia fordert den Baukonzern in einer Mitteilung dazu auf, auf Entlassungen zu verzichten. Der Abbau sei durch natürliche Fluktuation zu erreichen. Zudem müsse Implenia die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden über die kurzfristigen Renditeziele der Aktionäre stellen, so die Gewerkschaft.

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