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Kanton Zürich legt Zahlen zu infizierten Reiserückkehrern vor

Erstmals hat der Kanton Zürich Eckdaten zu der Herkunft der Corona-Patienten auf den Intensivstationen veröffentlicht. Diese hätten sich oft im Ausland angesteckt.

14.09.2021 / 08:48 / von: mma
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Der Kanton Zürich hat erstmals Zahlen zu den Reiserückkehrern vor. (Archivbild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

Der Kanton Zürich hat erstmals Zahlen zu den Reiserückkehrern vor. (Archivbild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

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Jedes dritte Intensivbett in der Schweiz wird durch einen Corona-Patienten belegt, auch im Kanton Zürich. Ein guter Teil dieser Infizierten weist einen Migrationshintergrund auf oder hat sich im Ausland angesteckt. Nun hat die Zürcher Gesundheitsdirektion die Zahlen der letzten Wochen untersucht und dabei zwei grosse Einreisewellen ausgemacht, schreibt die «NZZ».

Demnach seien bei der ersten Einreisewelle anfangs Juli die Infizierten aus den Partydestinationen Mallorca und Ibiza, Barcelona und Madrid und den griechischen Inseln zurückgekehrt. Damals machten die Reiserückkehrer noch rund einen Viertel der Fälle aus.

Anfangs August, als die wöchentlichen Fallzahlen auf 1'200 Fälle stiegen, machten die Reiserückkehrer bereits einen Drittel der Infektionen aus. Auch hier waren es hauptsächlich Rückkehrer aus den Partydestinationen. Darum sei auch das Durchschnittsalter der positiv Getesteten mit 29 Jahren relativ tief.

Kurz vor dem Ende der Zürcher Sommerferien, also bis Mitte August, steigen die Fallzahlen auf rund 2'300 Neuinfektionen pro Woche. Die Hälfte davon waren Reiserückkehrer. Die Hälfte davon reiste aus Partydestinationen zurück, die andere Hälfte aus Südosteuropa, hauptsächlich dem Kosovo. Ende August waren es dann 3'350 neue Fälle. 30 Prozent davon waren Ferienrückkehrer, mehrheitlich aus Nordmazedonien und dem Kosovo.

Auch sieht es bei der Belegung der Intensivstationen aus. Per 7. September waren knapp die Hälfte der wegen Corona Hospitalisierten Schweizer, 20 Prozent hatten einen Pass eines südosteuropäischen Landes. Auf der Intensivstation waren die Zahlen praktisch identisch.

Der Kanton betont allerdings, dass die Nationalität der Patienten nicht im Vordergrund stehe. In Zusammenhang mit den Ansteckungswegen seien die Daten aus dem Contact-Tracing viel entscheidender.

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