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Kanton Zürich mobilisiert zusätzliche Spitäler

Der Kanton Zürich weitet seine Spitalkapazitäten aus: Um die Zahl der Corona-Patienten zu bewältigen, werden neu auch Spitäler stärker in die Pflicht genommen, die bisher nur eingeschränkt Corona-Patienten behandelten.

02.12.2020 / 10:38 / von: mle
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Der Kanton Zürich aktiviert zusätzliche Spital-Kapazitäten. Konkret bedeutet dies, dass den Covid-C-Spitälern im Rahmen der Pandemie-Bewältigung erweiterte Kompetenzen und Pflichten zukommen. (Symbolbild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Der Kanton Zürich aktiviert zusätzliche Spital-Kapazitäten. Konkret bedeutet dies, dass den Covid-C-Spitälern im Rahmen der Pandemie-Bewältigung erweiterte Kompetenzen und Pflichten zukommen. (Symbolbild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)

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Es handelt sich um Spitäler, die bisher nur Corona-Patienten behandelten, die sich selber in das Spital begeben haben oder die sich erst im Spital angesteckten haben, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Mittwoch mitteilte.

Diese sogenannten Covid-C-Spitäler behandeln neu auch Corona-Patientinnen und -Patienten nach der Akutphase ihrer Erkrankung. Ebenfalls übernehmen sie von anderen Spitälern Patienten, die nicht an Corona erkrankt sind, deren Behandlung aber nicht weiter aufgeschoben werden kann.

Massnahmen dienen Entlastung anderer Spitäler

Mit dieser Massnahme sollen die Covid-A- und Covid-B-Spitäler entlastet werden. Diese Spitäler waren bisher primär für die Versorgung von Corona-Patienten zuständig, weil sie mit ihrer Intensivmedizin über die notwendige Fachkompetenz verfügen.

Als Covid-A- und Covid-B-Spitäler gelten beispielsweise das Universitätsspital Zürich, das Kinderspital Zürich, das Kantonsspital Winterthur oder die Spitäler Uster und Bülach. Die Covid-A- und Covid-B-Spitäler können im Bedarfsfall neu auch Personal von Covid-C-Spitäler anfordern.

Als Covid-C-Spitäler gelten unter anderem die Privatklinik Bethanien, die Kliniken Lengg, Susenberg und Pyramide am See oder das Spital Affoltern. Neu fallen auch die Zürcher Rehabilitationskliniken, die bisher keine Rolle in der Pandemiebewältigung gespielt haben, in diese Kategorie.

Reha-Kliniken und Spitäler ohne Leistungsauftrag dürfen laut Mitteilung die ihnen zugewiesenen Patientinnen und Patienten über die Obligatorischen Krankenversicherung abrechnen.

Spitäler sind «enorm gefordert»

Die Covid-A- und Covid-B-Spitäler seien zurzeit «enorm gefordert», heisst es in der Mitteilung weiter. Das Personal stehe seit langem unter unter grossem Druck und kurzfristig sei nicht mit einer Entlastung zu rechnen.

Momentan sind 393 Personen im Kanton Zürich wegen Corona im Spital, 87 davon auf einer Intensivstation. Darin inbegriffen sind auch 42 ausserkantonale Patientinnen und Patienten von denen sich 16 in Intensivpflege befinden.

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