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Kanton Zürich senkt erneut Asylquote der Gemeinden

Der Kanton Zürich senkt erneut die Asylquote der Gemeinde. Ab Anfang 2020 müssen Gemeinden auf 1000 Einwohner noch fünf Asylsuchende aufnehmen. Aktuell liegt die Quote bei sechs Personen.

31.10.2019 / 10:49 / von: mma/sda
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Mario Fehr (m.) präsentierte am Donnerstag die Zahlen. (Bild: RADIO TOP/Sandra Widmer)

Mario Fehr (m.) präsentierte am Donnerstag die Zahlen. (Bild: RADIO TOP/Sandra Widmer)

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Die Quote wird damit dieses Jahr bereits zum zweiten Mal gesenkt. Mit dem Inkrafttreten des neuen Asylgesetzes Anfang März war sie bereits von sieben auf sechs Personen reduziert worden.

Mit der erneuten Senkung trage die Sicherheitsdirektion der Entwicklung bei den Asylgesuchen Rechnung, erklärte Sicherheitsdirektor Mario Fehr am Donnerstag vor den Medien.

Die Umsetzung des neuen Asylgesetzes laufe ohne Probleme, betonte er. Der Kanton sei gut vorbereitet gewesen.

RADIO TOP war bei der Medienkonferenz vor Ort:

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Integrationsförderung verstärkt

Weil dem Kanton mit der Neustrukturierung des Asylwesens mehr Personen mit einer realistischen Bleibe-Perspektive zugewiesen würden, habe der Kanton seine Integrationsbemühungen verstärkt, sagte Fehr. Die Integration der Asylsuchenden erfolge bereits in den vier kantonalen Durchgangszentren.

Der Integrationsprozess werde bereits vor dem Übertritt in die Gemeinden gestartet, führte Andrea Lübberstedt aus, die Chefin des Kantonalen Sozialamtes. In muttersprachlich geführten Kursen würden grundlegende Informationen zum Leben in der Schweiz vermittelt. Das Angebot sei zwar im Aufbau, es sei aber jetzt schon erkennbar, dass sich das Engagement lohne.

Insgesamt verfügt der Kanton über etwa 1000 Plätze für Asylsuchende. Nebst den vier Durchgangszentren befinden sich diese in vier Rückkehrzentren und einem Zentrum für unbegleitete Minderjährige.

Über weitere Plätze im Kanton Zürich verfügt der Bund. Bereits in Betrieb ist ein Bundeszentrum in Zürich, ein zweites in Embrach wird laut dem Sicherheitsdirektor bald eingeweiht. Die beiden Zentren bieten zusammen 720 Personen Platz.

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