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Kinder haben vermehrt Mühe mit der Handschrift

Eine Studie aus Deutschland kommt zum Schluss, dass Kinder zunehmend verlernen, von Hand zu schreiben. Schweizer Lehrer bestätigen dies teilweise. Der Lehrplan 21 geht die Problematik nicht an - im Gegenteil.

13.04.2019 / 12:05 / von: lli
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Kinder haben zunehmend Mühe mit der Handschrift. (Bild: pixelio.de/Thommy_Weiss)

Kinder haben zunehmend Mühe mit der Handschrift. (Bild: pixelio.de/Thommy_Weiss)

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Kinder schreiben zu langsam, unleserlich und haben viel zu oft Krämpfe. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine Befragung aus Deutschland unter 2000 Lehrern, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet. Dies vor allem wegen dem vermehrten Einsatz von Computern und Handys.

«Schülerinnen und Schüler können heute tatsächlich nicht mehr so lange am Stück schreiben wie noch vor zehn Jahren», bestätigt auch der Präsident des Schweizer Lehrerverbands Beat Zemp. RADIO TOP hat in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Thurgau nachgefragt.

Beibehaltung von Handarbeit wünschenswert

Vor allem in Zürich kann dieser Trend bestätigt werden. Generell haben Schülerinnen und Schüler heutzutage Mühe, manuelle Tätigkeiten auszuüben. Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerverbands, fordert darum, dass die Lektionen im Fach Handarbeit und in den musischen Fächern nicht weiter gekürzt werden. Die Handarbeit wurde im Zuge des Lehrplans 21 zurückgestutzt. Es sei wichtig, dass man auch in der modernen Welt am Kulturgut des handschriftlichen Schreibens festhalte.

Auch die Eltern sind in der Pflicht. Beat Zemp sagt gegenüber der «Schweiz am Wochenende», dass viele Eltern diesbezüglich keine Vorbilder seien. So sollte den Kindern vorgelebt werden, dass auch die Handschrift wichtig ist und dass man diese üben sollte.

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