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«Kita-Allianz» will Kanton Zürich für Kinderbetreuung zur Kasse bitten

Der Kanton Zürich soll sich stärker an der Finanzierung der Kinderbetreuung beteiligen. Der Kantonsrat hat am Montag mit Unterstützung einer Mitte-links-Allianz mehrere Vorstösse dazu überwiesen.

31.05.2021 / 13:36 / von: mle/sda
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Kinderbetreuung kostet: Wer wieviel daran bezahlen soll, beschäftigte am Montag den Zürcher Kantonsrat. Er forderte, dass der Kanton zukünftig mehr Geld beisteuert. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Kinderbetreuung kostet: Wer wieviel daran bezahlen soll, beschäftigte am Montag den Zürcher Kantonsrat. Er forderte, dass der Kanton zukünftig mehr Geld beisteuert. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Die «Klima-Allianz», bestehend aus SP, Grünen, AL, GLP und EVP hat sich am Montag im Kantonsrat als «Kita-Allianz» betätigt. Das Parlament hat insgesamt drei Motionen zum Thema der Kinderbetreuungskosten überwiesen. Zwei davon fordern eine höhere finanzielle Beteiligung des Kantons.

Eine von der GLP eingereichte Motion fordert, dass der Kanton sich mit Betreuungsgutscheinen an den Kita-Kosten der Eltern beteiligt. Die Höhe der Gutscheine soll vom Einkommen, dem Vermögen und der Anzahl Kindern abhängen.

Laut Befürworten des Vorstosses fördert das Gutschein-Modell den Wettbewerb unter den Kindertagesstätten, weil die Eltern auswählen können, wo ein Kind betreut wird. Der Vorstoss wurde mit 88 Ja- gegen 81 Nein-Stimmen überwiesen.

Mit 99 zu 76 Stimmen überwiesen wurde eine Motion der Grünen, die will, dass Kanton und Gemeinden sich mit je 20 Prozent an der Finanzierung des Betreuungsangebotes für Kinder im Vorschulalter beteiligen. Dem Kanton würden dadurch gemäss Angaben des Regierungsrats kosten in der Höhe von rund hundert Millionen Franken pro Jahr entstehen.

RADIO TOP war im Kantonsrat dabei und fasst die Diskussion zusammen:

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Kinderbetreuung wird nicht kostenlos

Mit 101 zu 70 Stimmen überwiesen wurde zudem eine Motion der GLP, die eine Erhöhung des Steuerabzugs für die Betreuungskosten forderte. Dieser soll von 10'100 auf 20'000 Franken erhöht werden.

Mit 129 Nein- zu 45 Ja-Stimmen deutlich abgelehnt wurde hingegen ein Vorstoss der SP, der auf eine für die Eltern vollständig kostenlose Betreuung von Kindern im Vorschulalter abzielte. Gemäss Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) würde dies den Kanton jährlich gegen 400 Millionen Franken kosten.

Der Regierungsrat hat bei allen drei Motionen Ablehnung beantragt. Er hat nun zwei Jahre Zeit, zu den beiden überwiesenen Vorstössen Berichte und Anträge auszuarbeiten.

Die vorläufige Unterstützung ausgesprochen hat der Kantonsrat auch einer parlamentarischen Initiative von FDP und SVP. Diese fordert, dass Familien höchsten einen Fünftel ihres Einkommens für externe Kinderbetreuung ausgeben müssen.

Zudem sollen die Gemeinden dazu verpflichtet werden, für ein bedarfsgerechtes Angebot zu sorgen und dieses finanziell mitzutragen. Geld vom Kanton fordert der Vorstoss der FDP keines.

TELE TOP hat die Debatte im Kantonsrat mitverfolgt und die Politiker nach ihren Argumenten gefragt:

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