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Knappes Rennen um Sitze im Zürcher Regierungsrat

Bislang deutete bei den Regierungsratswahlen vom 24. März alles auf einen Durchmarsch der Bürgerlichen hin. Eine Umfrage zeigt nun aber, dass der zweite FDP-Sitz wackelt. Stärkste Konkurrenz sind die Grünen.

25.01.2019 / 11:42 / von: mle
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Kämpfen um einen Sitz im Zürcher Regierungsrat: (Von links nach rechts) Martin Neukom Grüne, Natalie Rickli SVP und Thomas Vogel FDP.

Kämpfen um einen Sitz im Zürcher Regierungsrat: (Von links nach rechts) Martin Neukom Grüne, Natalie Rickli SVP und Thomas Vogel FDP. (Bilder: martin-neukom.ch/Sylvie F. Matter/natalie-rickli.ch/thomas-vogel.fdp-zh.ch/ Collage RADIO TOP)

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Am 24. März 2019 wird der Zürcher Regierungsrat erneuert. Zwei Sitze werden frei, derjenige von Thomas Heiniger (FDP) und Markus Kägi (SVP).  Das NZZ-Politbarometer zeigt nun, dass ausgerechnet die FDP um die Verteidigung ihres zweiten Sitzes bibbern muss: In der Umfrage liegt FDP-Kandidat Thomas Vogel auf Platz 7, nur 5 Prozent vor dem Grünen Kandidaten Martin Neukom. Die Grünen dürfen demnach hoffen, im März wieder in die Zürcher Regierung zurückzukehren. Bei den letzten Wahlen 2015 hatten sie ihren Sitz mit der Abwahl von Martin Graf verloren.

Martin Neukom zeigt sich auf Anfrage überrascht vom knappen Rennen: «Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so knapp wird. Ich profitiere wohl davon, dass viele Stimmbürger unzufrieden sind mit der Arbeit der bürgerlichen Regierung in den letzten Jahren.» Weiter erklärt sich Neukom seine überraschend hohen Umfragewerte damit, dass der Klimawandel das Thema der Stunde sei. Auf dieses Thema wolle er noch stärker setzen in den zwei Monaten, die bis zu den Wahlen noch bleiben.

FDP-Kandidat Thomas Vogel auf der anderen Seite zeigt sich nicht überrascht von der Umfrage - sondern gar erleichtert: «Es ist ein Weckruf. Ich habe zuletzt bei vielen die Haltung gespürt, der zweite FDP-Sitz sei im Trockenen. Nun haben wir klare Hinweise, dass es wirklich aktives Engagement braucht.» Die Umfrage hat gezeigt, dass Vogel beim Zürcher Stimmvolk wenig bekannt ist. Zudem zeigt sich, dass er wenig Unterstützung von den SVP-Wählern geniesst. Dies, obwohl die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP für die Wahl zusammenspannen. Vogel will daher in den nächsten Wochen vor allem an seinem Bekanntheitsgrad arbeiten - und verstärkt Überzeugungsarbeit bei den SVP-Wählern leisten.

RADIO TOP-Beitrag mit den Reaktionen auf die Umfrage:

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Das NZZ-Politbarometer sieht von den insgesamt 13 Kandidierenden Mario Fehr (SP) an der Spitze, gefolgt von Ernst Stocker (SVP), Carmen Walker-Späh (FDP) und Silvia Steiner (CVP). Schon auf Platz 5 liegt mit Nathalie Rickli (SVP) die erste Kandidatin, welche nicht bereits im Regierungsrat sitzt. Die langjährige Nationalrätin profitiert laut Umfrage davon, dass sie im Kanton äusserst bekannt ist. Noch hinter Rickli liegt die Bisherige Jacqueline Fehr (SP).

Die Kandidaten der kleineren Parteien, welche bisher nicht im Regierungsrat vertreten sind, sind laut der Umfrage wohl chancenlos. Am ehesten darf sich Jörg Mäder (GLP) Wahlchancen ausrechnen. Er liegt aber fast 12 Prozentpunkte hinter Vogel. Rosmarie Quadranti (BDP), Walter Angst (AL), Hanspeter Hugentobler (EVP) und Hans Egli (EDU) liegen abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

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