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Medikamententests in Klinik Burghölzli

In der Zürcher Klinik Burghölzli wurden offenbar Medikamententests durchgeführt. Etwa 1000 Patienten sollen in die Tests involviert gewesen sein. Die Zürcher Regierung will die Vorgänge in der Klinik ab dem neuen Jahr untersuchen lassen.

30.11.2016 / 20:41
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Die Klinik Burghölzli (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons)

Die Dissertation der Historikerin Katharina Brandenberger weise auf mindestens 44 solcher Tests allein in den 1970er Jahren hin, berichtet «Schweiz aktuell». Die Forscherin hatte Einblick in die Krankenakten aus dieser Zeit. Demnach wurden auch nicht zugelassene Medikamente verabreicht – teils unter Zwang.

Die Zürcher Regierung hat bereits im Oktober einen Betrag von 500‘000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Aufarbeitung der Vorfälle gesprochen. Ein Forscherteam soll die Arbeit im januar aufnehmen. Es soll auch untersuchen, ob in der Klinik zwischen 1945 und 1975 Medikamente an Patienten getestet wurden. In der Schweiz sind bereits weitere Fälle von Medikamententests bekannt geworden.

In der Klinik Münsterlingen sollen ab den 1950er Jahren solche Tests gemacht worden sein. Auch in der Psychiatrische Klinik Herisau sollen nicht zugelassene Medikamente getestet worden sein.