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Mehr Frauen wollen in den Zürcher Kantonsrat

Bei den Kantonsratswahlen im Kanton Zürich treten am 24. März in den 18 Wahlkreisen 1734 Kandidierende auf 13 Listen an. Dabei kämpfen auch 723 Frauen um die 180 Sitze im Parlament. Unter der Aufsicht von Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) wurden am Freitag im Walchezentrum in Zürich die Listennummern ausgelost.

25.01.2019 / 15:43 / von: mle/sda
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Bei den Kantonsratswahlen im Kanton Zürich treten am 24. März in den 18 Wahlkreisen 1734 Kandidierende auf 13 Listen an. Dabei kämpfen auch 723 Frauen um die 180 Sitze im Parlament. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Bei den Kantonsratswahlen im Kanton Zürich treten am 24. März in den 18 Wahlkreisen 1734 Kandidierende auf 13 Listen an. Dabei kämpfen auch 723 Frauen um die 180 Sitze im Parlament. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

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Stefan Langenauer, Chef des Statistischen Amtes, hatte die Aufgabe, den Parteien, die nicht im Kantonsparlament vertreten sind, eine Listennummer zuzulosen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Listenplätze 1 bis 10 wurden gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte aufgrund der Parteistärke im Parlament vergeben: 1 SVP, 2 SP, 3 FDP, 4 GLP, 5 Grüne, 6 CVP, 7 EVP, 8 AL, 9 BDP und 10 EDU.

Die Listennummer 11 holte sich die erstmals antretende Helvida, die Nummer 12 «die Guten», welche ebenfalls neu in den Wahlkampf steigen. Erstmals seit Einführung des doppelten Pukelsheim tritt die Partei der Arbeit (PdA) wieder an. Ihr wurde die Listennummer 13 zugelost.

Mehr Frauen streben Mandat an

Die Zahl der eingereichten Listen ist mit 13 im Vergleich zu 2015 unverändert geblieben, ebenso die Zahl der Kandidierenden (1734). Verändert hat sich hingegen der Frauenanteil. 723 Kandidaturen entfallen auf Frauen, was einem Anteil von rund 42 Prozent entspricht. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als 2015.

Besonders hoch ist der Frauenanteil in den Wahlkreisen I und V (Stadtkreise 1+2 sowie 7+8 der Stadt Zürich), wo er jeweils rund 52 Prozent beträgt. Am tiefsten ist er im Wahlkreis XIII (Bezirk Pfäffikon) mit 36 Prozent.

Bei den Listen sind es «die Guten», die mit 67 Prozent den höchsten Frauenanteil aufweisen, gefolgt von den Grünen mit 53 Prozent. Vergleichsweise gering ist er hingegen bei der PdA und der SVP mit 30 respektive 25 Prozent.

Im RADIO TOP-Interview zeigt sich die Präsidentin der Frauenzentrale Zürich, Andrea Gisler, nicht überrascht, dass der Frauenanteil gestiegen ist:

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Im Schnitt sind die Kandidierenden 46 Jahre alt - ein Wert, der sich seit 2007 (45 Jahre) kaum verändert hat. Zwischen den Geschlechtern besteht dabei kaum ein Unterschied, wohl aber sind die Bisherigen mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren etwa fünf Jahre älter als die Neukandidierenden. 156 der 180 Kantonsrätinnen und Kantonsräte stellen sich zur Wiederwahl.

Mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren sind die Kandidaturen auf der Liste «die Guten» weitaus am jüngsten, gefolgt von jenen der BDP mit 43 Jahren. Mit 50 im Schnitt am ältesten sind die Kandidierenden der EVP.

Mit durchschnittlich 41 Jahren verhältnismässig jung ist das Kandidatenfeld im Wahlkreis I (Stadtkreise 1+2 in Zürich). Am anderen Ende der Skala befinden sich die Bezirke Affoltern, Pfäffikon und Meilen (Wahlkreise VIII, XIII und X) mit jeweils 49 Jahren.

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