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Mehr Zürcher Jugendliche haben Suizidgedanken

Die Pandemie schlägt auf das Gemüt – nachweislich. Bei den psychiatrischen Notfällen im Kanton Zürich hatten diesen Frühling deutlich mehr Jugendliche Suizidgedanken. Dies zeigt eine noch nicht veröffentlichte Studie.

12.11.2021 / 07:11 / von: mma
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Die Zahl der Jugendlichen mit Suizidgedanken ist gestiegen. (Symbolbild: Keystone/AP/Christophe Ena)

Die Zahl der Jugendlichen mit Suizidgedanken ist gestiegen. (Symbolbild: Keystone/AP/Christophe Ena)

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Die Coronapandemie setzt den Zürcher Jugendlichen zu. Zu diesem Schluss kommt eine noch nicht veröffentlichte Studie der Notfälle an der Zürcher Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, welche «10vor10» vorliegt.

Im Kanton Zürich hatten diesen Frühling bei psychiatrischen Notfällen deutlich mehr Jugendliche Suizidgedanken, nämlich 84 Prozent. Zum Vergleich: Vor der Pandemie, im Frühling 20109, waren es 69 Prozent. Auch bei den Selbstverletzungen stieg der Wert von 31 auf 48 Prozent.

Doch warum ist die Pandemie ein derartiger Treiber? Jugendpsychiater Gregor Berger erklärt gegenüber SRF: «In der Pandemie werden Themen, die vorher schon ein Problem waren – nämlich der Umgang mit Sozialen Medien, Struktur der Freizeit, Berufsfindung – zur grossen Herausforderung für die Jugendlichen.»

Auch Pro Juventute merkt einen Anstieg. Vor der Pandemie waren es drei bis vier Fälle pro Tag, bei dem es um das Thema Suizid ging. Nun sind es täglich sieben.

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