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Nochmals 300 Entlassungen: Die Migros informiert am Dienstag über den Stellenabbau in der Industrie

Bei der Migros geht der angekündigte Abbau von 1'500 Stellen weiter. Bei der konzerneigenen Industrie dürften am nächsten Dienstag 300 Mitarbeiter oder mehr ihren Job verlieren.

13.06.2024 / 13:41 / von: sda/msc
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Laut «Inside Paradeplatz» könnten über 300 Angestellte der Migros-Industrie am nächsten Dienstag die Kündigung erhalten. (Archivbild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)

Laut «Inside Paradeplatz» könnten über 300 Angestellte der Migros-Industrie am nächsten Dienstag die Kündigung erhalten. (Archivbild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)

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Nach der Entlassung von 150 Angestellten der Supermarkt AG vor drei Wochen erfolgt nun der zweite Einschnitt: Laut dem Onlineportal «Inside Paradeplatz» dürften mehr als 300 Beschäftigte in der Migros-Industrie am nächsten Dienstag die Kündigung erhalten.

Der «orange Riese» selber hielt sich bedeckt zum Ausmass des Abbaus. «Wie mehrfach kommuniziert, überprüft die Migros Industrie aktuell ihre Strategie und künftige Positionierung innerhalb der Migros-Gruppe. Selbstverständlich informieren wir dazu transparent intern und extern, sobald Entscheide vorliegen. Am Dienstag, 18. Juni 2024, werden wir in der Migros-Industrie zu den Fortschritten dieser Arbeiten informieren», erklärte eine Konzernsprecherin.

Im vergangenen Jahr hatte die Migros in ihrer Industrie 13'225 Angestellte. Das waren knapp 100 Menschen weniger als im Jahr 2022.

Neuer Chef will sparen

Hintergrund des Abbaus ist, dass die Migros unter ihrem neuen Konzernchef Mario Irminger sparen will nach einem markanten Gewinneinbruch im Jahr 2023. Der Detailhändler hatte bereits im Februar bekanntgegeben, dass im Zuge der Neustrukturierung rund 1'500 Stellen im Konzern abgebaut würden.

Zudem sucht die Migros seither neue Besitzer für ihre Reisetochter Hotelplan Group, die Kosmetik- und Hygienetochter Mibelle sowie die beiden Fachmärkte Melectronics und SportX. Damit wird der Personalbestand des Konzerns noch weiter sinken.

Zuletzt gab der Konzern Anfang Monat den Verkauf der erst im Jahre 2020 gegründeten Tochtergesellschaft Misenso bekannt, die das Geschäft mit Hörgeräten und Augenoptik betreibt. Übernommen wird Misenso von der österreichischen Neuroth-Gruppe. Neuroth wird die 25 Fachgeschäfte von Misenso mit den gut 200 Mitarbeitern an den bisherigen Standorten weiterführen.

Entlassene wieder eingestellt

Derweil meldet das Onlineportal «Nau», dass die Migros mehrere Personen, die im Mai entlassen wurden, wieder einstellt. Grund sei Personalmangel nach Abgängen. Es sei deshalb naheliegend, bei Vakanzen auf die betroffenen Kollegen zuzugehen, welche die Kündigung erhalten hätten, erklärte ein Migros-Sprecher gegenüber «Nau».

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Stephan Kiene
am 14.06.2024 um 12:31
Also Migros isch gar nüme Dutweiler...