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Musikverbot: Jugendpsychologe lobt Vorgehen von Pfäffiker Jugendlichen

In Pfäffikon ZH wurde am Montagabend die Gemeindeversammlung von Jugendlichen förmlich überrannt. Grund dafür war ein mögliches Musikverbot. Ein Jugendpsychologe lobt die Jugendlichen für ihr Vorgehen.

15.06.2021 / 13:27 / von: mma
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Mit dem Handy draussen Musik hören könnte in Pfäffikon ZH bald verboten sein. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Mit dem Handy draussen Musik hören könnte in Pfäffikon ZH bald verboten sein. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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An einem Sommerabend mit Freunden draussen sitzen und dabei gemeinsam Musik hören: Das gehört für viele Jugendlichen zu einem gelungenen Abend. In Pfäffikon ZH soll dies nun unterbunden werden. Eine Änderung der Polizeiverordnung sieht vor, dass Musik im öffentlichen Raum unter der Woche nur noch bis maximal 20 Uhr und nicht mehr bis 22 Uhr erlaubt ist. Am Samstag gar nur bis 18 Uhr und am Sonntag soll es ganz verboten werden.

In den sozialen Medien haben danach Jugendliche dazu aufgerufen, sich an der Gemeindeversammlung dagegen zu wehren – mit Erfolg. Die Gemeindeversammlung wurde förmlich von den Jugendlichen überrannt. Die Versammlung musste verschoben werden.

Wie Jugendpsychologe Philipp Ramming die Situation einschätzt – im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Der Jugendpsychologe Philipp Ramming kann die Jugendlichen verstehen. «Musik war schon immer wichtig. Sie ist gemeinschaftsbildend», so Ramming gegenüber RADIO TOP. Vom geplanten Verbot hält er wenig und kritisiert die Gemeinde. Ein solches restriktives Verbot sei nicht sinnvoll. Es wäre besser, wenn die Gemeinde den Dialog mit den Jugendlichen suche. Denn das politische Bewusstsein der Jugendlichen werde mit einem Einbeziehen ihrer Interessen mehr gefördert.

Für die Jugendliche hat er hingegen lobende Worte: «Hier hat jemand genau hingeschaut und eine Interessengruppe mobilisiert. Das ist eine fantastische Aktion der Jugendlichen.» Ramming empfiehlt darum den stimmberechtigten Jugendlichen, sich weiter politisch für ihr Anliegen einzusetzen.

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