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LGBTQ-Organisationen fordern politisch ganzheitlichen Sexualkundeunterricht

Nachdem ein homosexueller Lehrer in Pfäffikon ZH wegen der Gestaltung der Sexualkunde seinen Job verlor, werden LGBTQ-Organisationen politisch aktiv. Sie fordern gleich in neun Kantonen ganzheitlichen Aufklärungsunterricht.

10.06.2024 / 10:59 / von: lsc
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In Pfäffikon ZH entliess die Schulleitung im Februar einen homosexuellen Primarlehrer. (Symbolbild: unsplash)

In Pfäffikon ZH entliess die Schulleitung im Februar einen homosexuellen Primarlehrer. (Symbolbild: unsplash)

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Die Organisationen reichten heute etwa einen Vorstoss im Kantonsrat Zürich ein. Ziel ist es gemäss einer gemeinsamen Mitteilung von Pink Cross, der Lesbenorganisation Schweiz (LOS) und des Transgender-Networks Schweiz (TGNS), herauszufinden, wie der Unterricht künftig aussehen könnte. Er soll auf jeden Fall zeitgemässer und ganzheitlicher sein. Die Sexualkunde müsse trotz Druckversuchen seitens fundamentalistischer Kreise sichergestellt werden können. Queere Lehrpersonen und Schulkinder bräuchten ausserdem Schutz vor Diskriminierung.

Fachpersonen für hochwertige Sexualkunde

Die LGBTQ-Dachverbände erhoffen sich einen professionelleren Sexualkundeunterricht, der auch die Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt mit Fachwissen und Fingerspitzengefühl behandelt. «Wir sehen in der Deutschschweiz grosse Unterschiede, wie in der Schule Diskriminierung begegnet und der Sexualkundeunterricht durchgeführt wird.» In der Westschweiz würde der Sexualkundeunterricht seit Jahrzehnten von professionellen Fachorganisationen durchgeführt. «Er ist dadurch qualitativ sehr hochwertig», so Anis Kaiser von TGNS.

In Pfäffikon ZH hatte die Schulleitung im Februar einen homosexuellen Primarlehrer entlassen. Dies, nachdem sich christlich-konservative Eltern wiederholt über ihn beklagt hatten.

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