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Nationale Impfwoche: Ostschweizer Kantone ziehen unterschiedliche Bilanz

Impfen in der Nacht, Impfen über Hypnose oder Beratungen zu Corona-Impfungen: Die Ostschweizer Kantone haben in der nationalen Impfwoche verschiedene Aktionen gestartet. Die Bilanz fällt unterschiedlich aus.

15.11.2021 / 17:24 / von: sda/jmi/mma/cfi
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Die Impfwoche ist vorbei. Die Kantone ziehen Bilanz. (Symbolbild:KEYSTONE/Martial Trezzini)

Die Impfwoche ist vorbei. Die Kantone ziehen Bilanz. (Symbolbild:KEYSTONE/Martial Trezzini)

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Die nationale Impfwoche ist vorbei. In den Ostschweizer Kantonen sieht das Fazit unterschiedliche aus. RADIO TOP hat die Situationen in den verschiedenen Ostschweizer Kantonen unter die Lupe genommen.

Im Beitrag von RADIO TOP ziehen die Verantwortlichen der Kantone die Bilanz zur nationalen Impfwoche:

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Kanton St.Gallen

Während der nationalen Impfwoche haben sich im Kanton St.Gallen gut 2'200 Personen erstmals gegen Corona impfen lassen. In St.Gallen wurden 997 Erstimpfungen in den vier regionalen Impfzentren verabreicht, 573 in den Pop-up-Impfstellen und durch mobile Impfteams, 452 in den Apotheken und 183 in Arztpraxen, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte. Gut angekommen seien die Impfnächte in Wil und St.Gallen mit insgesamt 176 Erstimpfungen.

Zurückhaltender seien die Angebote im Toggenburg besucht worden mit rund 200 Erstimpfungen. Die letzte Woche eröffneten Pop-up-Impfzentren in Altstätten, Walenstadt und Wattwil bleiben weiter im Betrieb. Am Montag werden auch in Rorschach und Uznach Pop-up-Impfstellen eröffnet. Weitere würden in Flawil und St. Margrethen folgen, schreibt der Kanton. Mit diesen niederschwelligen Angeboten sollen bis Ende Jahr unentschlossene Einwohnerinnen und Einwohner möglichst unkompliziert zur Impfung kommen. Aktuell sind im Kanton St.Gallen 63 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Auch, wenn die Meinungen zur Impfung gemacht sind. Müssen die nicht so bleiben, wie Karin Faisst, Präventivmedizinerin Kanton St.Gallen erklärt: «Es ist wichtig das wir noch ein paar Menschen überzeugen können, die werden sich vielleicht erst in zwei oder drei Wochen impfen. Es ist deshalb gut, dass wir weiterhin ein niederschwelliges Impf-Angebot haben.»

Seit Montag sind Booster-Impfungen für über 65-Jährige in den Impfstellen und bei impfenden Hausarztpraxen möglich. Mit einer Booster-Impfempfehlung für jüngere Personen werde in Kürze gerechnet, hiess es.

Kanton Appenzell Ausserrhoden

Da sieht die Bilanz durchzogen aus. «Wir haben uns mehr erhofft, aber wir nehmen jede Impfung», meint Yves Noël Balmer, Regierungrat und Vorsteher Departement Gesundheit

In Appenzell Ausserrhoden liessen sich während der nationalen Impfwoche 415 Personen erstmals impfen - etwa gleich viele wie zuvor während eines ganzen Monats. Dies sei zwar erfreulich, teilte der Kanton mit. Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, bräuchte es allerdings deutlich mehr Erstimpfungen.

.Angesichts der grossen Aufmerksamkeit, die das Thema während der Impfwoche erhielt, hofft die Regierung, «dass sich die umgeimpften Personen möglichst bald zu einer Impfung motivieren lassen».

Nach der Impfwoche sind in Ausserrhoden jetzt knapp 60 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Schweizweit gehört Ausserrhoden damit zu den Schlusslichtern. Nur Schwyz und Innerrhoden haben laut dem SRF-Impfmonitor noch weniger Erstgeimpfte. Auch St. Gallen und der Thurgau liegen auf den hintersten Rängen.

Kanton Appenzell Innerrhoden

In Appenzell Innerrhoden liessen sich während der Impfwoche 76 Personen den ersten Piks gegen Corona geben. Das seien drei Mal so viele wie in den Vorwochen, teilte der Kanton mit. Dies sei erfreulich. Der Kanton baute dafür das Walk-In-Angebot aus und schaffte eine niederschwelliges Fachberatung. Der Kanton verzeichnete während der nationalen Impfwoche 692 Boosterimpfungen.

Kanton Thurgau

Zufrieden ist man ebenfalls im Kanton Thurgau. Auffallend hoch sei das Interesse bei der eintägigen Johnson&Johnson Impfaktion gewesen. Rund 200 Impfwillige liessen sich im Impfzentrum Weinfelden mit dem Vektorimpfstoff piksen. An den anderen Tagen wo im Impfzentrum die mRNA-Impfstoffe Moderna und Pfizer verimpft wurden, liessen sich etwas über 600 Personen das erste Mal impfen. Ebenfalls sehr gefragt, war das Beratungstelefon. So stand das Telefon des Hotline-Arztes 22 anstatt 12 im Betrieb. Dies war für den Kanton überraschend. «Obwohl wir zuerst nicht richtig warm wurden mit der nationalen Impfwoche, sind wir sehr zufrieden mit den Impfzahlen», sagt der Thurgau Regierungsrat Urs Martin.

Im Interview mit TELE TOP zieht Gesundheitsdirektor Urs Martin eine Bilanz der Impfwoche im Kanton Thurgau und spricht über die Booster-Impfung, welche nun für Personen ab 65 verfügbar ist:

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Kanton Zürich

Die Bilanz fällt in Zürich ebenfalls positiv aus. Da der Kanton schon vor der nationalen Impfwoche eine sehr hohe Impfquote hatte, war es schwer diese noch in die Höhe zuschrauben. «Wir glauben aber, dass die Impfwoche sich langfristig noch bewähren wird. Deshalb bieten wir viele Aktionen weiterhin an», erklärt Peter Indra, Leiter Gesundheitsamt Kanton Zürich.

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