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Wie jeder Bienen fördern kann: Neue Zürcher Fachstelle informiert Bevölkerung

Fast die Hälfte der heimischen Wildbienenarten gilt als bedroht oder bereits ausgestorben. Wie auch Garten- oder Balkonbesitzer einen Lebensraum für Bienen schaffen können - darüber informiert die neue Bienenfachstelle des Kantons Zürich.

21.10.2021 / 15:50 / von: lju/sda/nzu/eka/ngr
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Die auffällig gefärbte Fuchsrote Lockensandbiene kommt auch in Zürcher Gärten vor. (Symbolbild: Kanton Zürich, Christine Dobler Gross)

Die auffällig gefärbte Fuchsrote Lockensandbiene kommt auch in Zürcher Gärten vor.(Symbolbild: Kanton Zürich, Christine Dobler Gross)

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Honig- und Wildbienen sind als natürliche Bestäuber von unschätzbarem Wert. Doch vor allem den Wildbienen fehlt es an geeigneten Nahrungspflanzen und Nistplätzen. Schon fast die Hälfte der heimischen Wildbienenarten gilt als bedroht oder ist schon ausgestorben. Um Honig- und Wildbienen zu fördern, hat der Kanton Zürich eine kantonale Bienenfachstelle ins Leben gerufen. Diese ist heute gestartet.

Diese Fachstelle ist einerseits eine Informationsstelle, wie Ursina Wiedmer vom Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Zürich sagt. «Sie stellt ein Info-Pool zur Verfügung mit Tipps und Tricks zur Bienenförderung», sagt Wiedmer. «Zudem initiiert und koordiniert sie konkrete Massnahmen für die Bienenförderung und vernetzt die verschiedenen Akteure.»

Um die besorgniserregende Entwicklung der Bienenbestände zu stoppen, sind vor allem die Profis der grünen Branchen gefordert. Doch auch im Siedlungsgebiet kann man den Bienen «unter die Flügel» greifen. Und der Herbst ist die ideale Zeit dafür.

Wie jeder Balkon- und Gartenbesitzer Bienen fördern kann – im Beitrag von RADIO TOP:

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Frühblüher als Nahrungsquellen in kargen Zeiten

Weil einige Wildbienenarten bereits sehr früh im Jahr ausfliegen, sind Blumen wie etwa Krokusse, Blausterne oder Traubenhyazinthen willkommen. Wer jetzt solche Blumenzwiebeln einsetzt, sorgt für eine gute Nahrungsquelle. Und auch Blüten von Sträuchern oder Bäumen bieten wertvolle Nektar- und Pollenquellen. Besonders wertvoll sind Weiden.

Weil die meisten Wildbienen am Boden nisten, empfiehlt sich die Anlage von Sandnistplätzen. Im Handel ist dafür neu Spezialsand erhältlich. Tipps für die Schaffung von Nistplätzen gibt es auf der Homepage der Bienenfachstelle.

Zur Förderung von Honig- und Wildbienen hat der Kanton 2019 ein kantonales Bienenkonzept erarbeitet. Dazu gehört auch die neu geschaffene Fachstelle. Diese berät neben Fachleuten auch Privatpersonen, die sich für die Bienenförderung engagieren möchten und stellt geprüftes Informationsmaterial zur Verfügung.

Im Interview mit TELE TOP erklärt die Leiterin der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich, Ursina Wiedmer, warum die Bienenfachstelle so wichtig ist:

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Christine
am 22.10.2021 um 18:27
@RuthJa, diese hier:https://www.bienenfachstelle-zh.ch/
Ruth
am 21.10.2021 um 18:32
Hat diese Fachstelle auch eine Internetseite?