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Neuer Knatsch um Tierversuche in der Schweiz

Im Streit um Tierversuche gehen Schweizer Forscher auf die Barrikaden: Sie bemängeln, dass die neuen Vorschriften ihre Arbeit behindern. Es sei fast unmöglich geworden, Tests mit Tieren durchzuführen.

06.03.2019 / 06:00 / von: vbu
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Neuer Knatsch um Tierversuche in der Schweiz (Symbolbild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Neuer Knatsch um Tierversuche in der Schweiz (Symbolbild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

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Die Vorschriften für Tierversuche sind in der Schweiz zuletzt verschärft worden - relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit. Neu werden gewisse Tests als deutlich belastender eingestuft. So gilt etwa der Entzug von Wasser zur höchsten Belastungsstufe. Die Änderungen waren Folge einer Studie an der Uni Bern, welche festgestellt hatte, dass es in der Schweiz erhebliche Mängel im Umgang mit Labortieren gibt.

Forschende haben die Folgen der Verschärfung direkt gespürt und wehren sich nun dagegen, wie der «Tages Anzeiger» schreibt. Sie kritisieren, dass es praktisch unmöglich geworden ist, eine Bewilligung für Tests mit Tieren zu bekommen. Dies führe dazu, dass die Erforschung von Krankheiten wie BSE ins Stocken gerät.

Die Debatte um Tierversuche in der Schweiz wurde zuletzt durch ein Projekt der ETH Zürich befeuert: Die Hochschule führt derzeit Hirntests an Affen durch. Die Tests wurden zuvor durch mehrere Gerichtsinstanzen bewilligt.

Die Tierversuche beschäftigen aber auch die Politik. So ist im Nationalrat ein Vorstoss hängig, welcher schwere Belastungen von Labortieren verbieten will. Eine Initiative eines Ostschweizer Komitees will Tierversuche in der Schweiz ganz verbieten.

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