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Ostschweizer Grundwasser stark von Pestiziden belastet

Das Schweizer Grundwasser ist stark von chemischen Stoffen belastet. Grund ist das Pflanzenschutzmittel Chlorothanolin. An insgesamt 48 Stellen wurden die Grenzwerte in der Schweiz überschritten. Am meisten Überschreitungen gab es im Kanton Zürich.

28.08.2019 / 07:47 / von: mco
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Im Kanton Zürich wird Wasser aus dem Zürichsee entnommen und mit dem Grundwasser vermischt, um die Konzentrationen der Abbaustoffe im Trinkwasser zu senken. (Symbolbild: pixabay.com/MartinStr)

Im Kanton Zürich wird Wasser aus dem Zürichsee entnommen und mit dem Grundwasser vermischt, um die Konzentrationen der Abbaustoffe im Trinkwasser zu senken. (Symbolbild: pixabay.com/MartinStr)

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Chlorothanolin ist ein Pestizid das im Getreide- und Gemüseanbau gegen Pilzbefall eingesetzt wird. Von der EU wurde gegen das Pestizid ein Verbot ausgesprochen, weil es womöglich krebserregend ist.

Wie Recherchen des «Tages-Anzeigers» zeigen, überschreiten in der Schweiz rund 48 Grundwasserstellen den vorgegebenen Grenzwert von 0,1 Mi­krogramm pro Liter. Im Kanton Zürich ist das Mittel Chlorothanolin in 49 Grundwasserstellen gefunden worden. Bei insgesamt 29 Grundwasserstellen wurde der Grenzwert überschritten.

In Winterthur wurden sogar zwei Trinkwasserquellen ausser Betrieb genommen, dies jedoch nur als Vorsichtsmassnahme, wie der Zürcher Kantonschemiker gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erklärt. Auch im Kanton Thurgau überschreiten drei Grundwasserstellen den Grenzwert. 

Weil in der Schweiz gut 80 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasservorkommen stammt, wies das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit die Kantone an, die Qualität ihres Trinkwassers zu prüfen. Sie haben einen Monat Zeit sicherzustellen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Bereits vor einer Woche hat der Bund einen Bericht veröffentlicht, bei dem er darauf hingewiesen hat, dass Dünger und Pestizide das Grundwasser verschmutzen. Wo genau das Grundwasser verschmutzt wird, fehlte im Bericht. 

 

 

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