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Ostschweizer Zahnradbahnen: Ersatzlose Aufhebung ist vom Tisch

Aufatmen bei den Liebhabern von Zahnradbahnen: Die Regierungen von Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen halten an den drei Bahnlinien Gais-Altstätten Stadt, Rorschach Hafen-Heiden und Rheineck-Walzenhausen fest, jedoch in veränderter Form.

16.05.2019 / 10:05 / von: sda/mco
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Die Linie Gais-Altstätten Stadt soll weiter bestehen bleiben. (Bild: Appenzeller Bahnen)

Die Linie Gais-Altstätten Stadt soll weiter bestehen bleiben. (Bild: Appenzeller Bahnen)

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Die Regierungen von Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen haben am Donnerstag in einem gemeinsamen Communiqué mitgeteilt, dass eine ersatzlose Aufhebung der drei Bahnlinien kein Thema sei. 

Mitte Januar meldeten die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden, sie wollten überprüfen, ob es Alternativen zum heutigen Bahnangebot der drei Bahnlinien Rorschach Hafen-Heiden, Rheineck-Walzenhausen sowie Gais-Altstätten Stadt gibt. Nach der Ankündigung waren in den St.Galler und Ausserrhoder Kantonsparlamenten Vorstösse eingereicht worden.

Wie die Alternativen aussehen könnten, im Beitrag von RADIO TOP: 

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Zu den Gemeinsamkeiten der drei Linien gehört, dass jeweils ein grosser Höhenunterschied mit einer längeren Zahnradstrecke überwunden wird. Die Bahnlinien weisen seit Jahren eine tendenziell rückläufige Nachfrage und einen sinkenden Kostendeckungsgrad auf. Ausserdem stehen in den nächsten Jahren grössere Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur und teilweise auch der Fahrzeuge an.

Die ersten Ergebnisse zu den Kriterien Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Sicherheitsaspekte sowie Angebotsqualität, welche die Aspekte Angebotshäufigkeit, örtliche Erschliessung, Reisezeiten, Betriebsqualität und Fahrgastkomfort einbezieht, lägen nun vor, heisst es im Communiqué der beiden Kantonsregierungen. So zeige sich bereits heute, dass eine ersatzlose Aufhebung der Strecken nicht in Frage komme.

Touristisches Potenzial abschätzen

Um das touristische Potenzial besser abschätzen zu können, wurde von den Appenzeller Bahnen zusätzlich zur laufenden Überprüfung eine Studie in Auftrag gegeben. Die Gesamtergebnisse liegen laut Mitteilung deshalb erst in der ersten Jahreshälfte 2020 vor.

Die Studie soll das Potenzial in der von den drei Bahnlinien betroffenen Region in den nächsten 25 Jahren aufzeigen. Im Zentrum stehen die künftigen Gästeströme. Dabei werde untersucht, welche Partnerschaften mit Destinationen im In- und Ausland einzugehen wären, um diese Gästeströme zu erschliessen. Im Rahmen der Studie wird auch die Bedeutung der drei Bahnen für den Tourismus in der Region aufgezeigt.

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