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«Petz-Anrufe» halten die Polizei auf Trab

Während diverse Unternehmen für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden, hat die Polizei wegen des Coronavirus mehr zu tun. Viele Menschen beobachten Verstösse gegen die Corona-Vorschriften. Die Telefone und Emails sind meist anständig, manchmal melden sich aber auch hitzige Gemüter.

01.04.2020 / 11:58 / von: sbr
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Bei der Kantonspolizei Thurgau gehen viele Notrufe zu Verstössen gegen die Corona-Vorschriften ein. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Bei der Kantonspolizei Thurgau gehen viele Notrufe zu Verstössen gegen die Corona-Vorschriften ein. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

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Besonders bei schönem Wetter lockt es die Leute nach draussen. Trotz Ausgangsbeschränkung. Deshalb gehen bei der Polizei viele Meldungen zu Verstössen gegen die Corona-Vorschriften ein. Der Nachbar halte sich in einer zu grossen Gruppe im Garten auf, der Konkurrenzladen habe weiterhin geöffnet oder eine Dame sitze nicht zwei Meter entfernt.

Wie viel die Polizei mit «Petz-Anrufen» zu tun hat – im RADIO TOP-Beitrag:

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Bei der Kantonspolizei St.Gallen machen «Petz-Anrufe» die Hälfte aller Meldungen aus. «An Wochentagen gibt es ungefähr 30 am Wochenende bis zu 60 Meldungen zu Verstossen der Corona-Vorschriften», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Auch die Kantonspolizei Zürich kriegt immer wieder Meldungen, dass sich Personen nicht an die Vorschriften halten. Bei der Kantonspolizei Thurgau gehen nebst den Anrufen auch Emails ein. Nach Angaben von Mediensprecher Michael Roth sind die meisten davon anständig, einige aber auch etwas gehässig: «Manchmal gibt es Konkurrenzdenken, wenn ein Betreiber den Laden schliessen musste und ein anderer noch offen hat.»

Dennoch empfiehlt die Polizei, sich zu melden, wenn jemand gegen die Corona-Vorschriften verstösst. Denn für Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau gilt: «Lieber ein Einsatz zu viel, als einer zu wenig».

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