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Podiumsdiskussionen für klimastreikende Schüler

Am weltweiten Klimastreik drücken wieder tausende Schüler die Schulbank. Viele Schulen haben erste Massnahmen getroffen, wie sie mit den klimastreikenden Schülern umgehen.

23.05.2019 / 12:00 / von: eob
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Als Kompensation der verpassten Schulstunden müssen manche Schüler an Podiumsdiskussionen teilnehmen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Als Kompensation der verpassten Schulstunden müssen manche Schüler an Podiumsdiskussionen teilnehmen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

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Seit Monaten streiken die Schüler für das Klima und schwänzen dabei den Schulunterricht. Auch diesen Freitag werden wieder tausende Schüler erwartet, die in den Klimastreik treten und mit ihren selbstbemalten Plakaten durch die Strassen marschieren. Die Klassenzimmer bleiben dabei leer.

Anfänglich wurden die Lehrer von den streikenden Schülern überrumpelt. Es gab unentschuldigte Absenzen, für verpasste Prüfungen die Note 1 und Strafarbeiten. Nach den monatelangen Streiks scheint es jedoch so, dass die meisten Schulen nun mit den Streiks einen Umgang gefunden haben.

Wie die Schulen den Umgang mit den klimastreikenden Schülern gefunden haben, im Beitrag von RADIO TOP:

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«Alle Schüler, die an den Klimastreiks teilnehmen wollen, müssen sich frühzeitig melden», sagt Arno Germann Rektor der Kantonsschule Kreuzlingen. «Die Schüler müssen dann entsprechende Anlässe besuchen, wie zum Beispiel eine Diskussionsveranstaltung mit einem Physiker zur Klimaproblematik.» Mit einem solchen Besuch könnten die Schüler somit die verpasste Unterrichtszeit wieder wettmachen.

In vielen Kantonsschulen wird ähnlich vorgegangen. So zum Beispiel organisiert ein Schülerkomitee am MNG Rämibühl ein Podium, welches alle klimastreikenden Schüler besuchen müssen. «Mit der Teilnahme löst sich die unentschuldigte Absenz auf», erklärt Rektor Daniel Reichmuth.

Auch im Kanton St.Gallen werden in Zukunft solche oder ähnliche Podiums durchgeführt. Denn Schüler, die am Klimastreik teilnehmen wollen, müssen ein Urlaubsgesuch einreichen. Zusätzlich müssen die Schüler angeben, wie sie die verpasste Zeit kompensieren. «Sie müssen dabei einen zusätzlichen ökologischen oder sozialen Beitrag leisten», sagt Doris Dietler, Präsidentin der Kantonalen Rektorenkonferenz. So müssten die Schüler aufweisen, wie sie dies organisieren und durchführen möchten.

In Schaffhausen gilt für die Schüler grundsätzlich die normale Absenzregelung. «Am letzten Streik haben wir es so geregelt, dass sich die Schüler bei den Lehrpersonen abmelden mussten», sagt Rektor der Kantonsschule Schaffhausen Pasquale Comi. Diesen Freitag riskieren die einen Schüler jedoch eine unentschuldigte Absenz, da wichtige Prüfungen für die Abschlussklassen anstehen. «Insofern können wir dies nicht tolerieren, denn dies bringt uns in der Planung komplett durcheinander, da die darauffolgende Woche die Maturitätsprüfungen sind.» Ein Podium, wie es die anderen Schulen eingeführt haben, kann sich Pasquale Comi durchwegs vorstellen. Dieser Vorschlag müsse aber von den Schülern kommen und diese haben sich bis jetzt noch nicht dafür eingesetzt.

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