Pull down to refresh...
zurück

Politische Werbung an Kirchtürmen spaltet die Politik

Wie stark sich die Landeskirchen in politische Debatten einschalten dürfen, wird immer wieder diskutiert. Nun heizt sich die Diskussion im Kanton Zürich an der Konzernverantwortungsinitiative wieder auf.

16.09.2020 / 12:03 / von: pwa
Seite drucken Kommentare
0
Wie stark darf die Kirche sich zu politischen Themen äussern? (Symbolbild: flickr.com/EKS-EERS)

Wie stark darf die Kirche sich zu politischen Themen äussern? (Symbolbild: flickr.com/EKS-EERS)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Viele Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz engagieren sich für die Konzernverantwortungsinitiative. Viele von ihnen machen mit Flaggen an Kirchtürmen oder Flyern nach den Gottesdiensten auf ihr Anliegen aufmerksam. Der reformierte Kirchenrat des Kantons Zürich will dem nun einen Riegel schieben. Er hat die Kirchgemeinden in einem E-Mail zur Zurückhaltung aufgerufen, berichtet das «St.Galler Tagblatt».

Wie die politischen Parteien im Kanton Zürich auf diese E-Mail reagieren, im Beitrag von RADIO TOP:

audio


Für Selma L'Orange Seigo, die Co-Präsidentin der Grünen, hat diese Nachricht einen fahlen Beigeschmack. Schliesslich seien kirchliche Organisationen von Anfang an beteiligt gewesen an der Konzernverantwortungsinitiative. Bei Themen, welche die Kirche nicht direkt betreffen, wünscht sie sich aber Zurückhaltung.

Der FDP Präsident des Kantons Zürich, Hans-Jakob Boesch, wünscht sich hingegen ganz allgemein mehr Neutralität von der Kirche – egal welches Thema. Es dürfe kein Steuergeld, welches die Kirche erhält, für politische Werbung ausgegeben werden.

In eine ganz andere Richtung geht der EVP Fraktionspräsident im Kantonsrat, Markus Schaaf. Er wünscht sich, dass die Kirchen mehr Mut haben, sich für Themen einzusetzen. 

Beitrag erfassen

Keine Kommentare