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Psychiatrische Uniklinik Zürich erhält schlechte Note von Gesundheitsdirektion

Im Februar 2020 erlitt eine Patientin der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich Verletzungen während ihrer stationären Behandlung. Die Zürcher Gesundheitsdirektion hiess eine Aufsichtsbeschwerde gut.

03.08.2021 / 06:44 / von: asl
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Die Zürcher Gesundheitsdirektion kommt zum Schluss, dass die Klinikleitung versagt hat. (Archivbild: Screenshot TELE TOP)

Die Zürcher Gesundheitsdirektion kommt zum Schluss, dass die Klinikleitung versagt hat. (Archivbild: Screenshot TELE TOP)

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Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) erhält von der Zürcher Gesundheitsdirektion eine ungenügende Note. Grund dafür ist ein Fall von Anfang 2020. Eine 72-jährige Patientin, welche sich in der PUK stationär behandeln liess, wies an einem Morgen im Februar Blutergüsse am Kopf auf. Zudem waren ihr rechter Unterarm und die Hand geschwollen. Die Frau sagte damals aus, dass ihr damaliger Betreuer sie «gegen die Wand geworfen» habe. Die Schuld dafür gab sie sich selbst. Sie habe ihn wiederholt provoziert, wodurch es zur Auseinandersetzung gekommen sei. Der Betreuer gab jedoch verschiedene andere Gründe für die Verletzungen der Frau an. Die Patientin soll sich denen nach selbst gestossen haben oder aus dem Bett gefallen sein.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, glaubte ihm die Klinikleitung damals und wollte den Fall zu den Akten legen. Ein befreundeter Chirurgie-Chefarzt liess dies nicht zu und setzte sich für die Patientin ein. Denn für ihn war nach einem Besuch klar: Die Verletzungen der Frau können nicht von Stürzen kommen. Er reichte eine Aufsichtsbeschwerde bei der Zürcher Gesundheitsdirektion ein. Zudem erstattete er Anzeige wegen Körperverletzung. Alle Beteiligten wurden befragt und die Verletzungen der Patientin genau untersucht. Eine Gutachterin hält anschliessend fest: «Es kann anhand der uns vorliegenden Unterlagen und Informationen ein eventuell stattgefundenes Handgemenge weder widerlegt noch bestätig werden», wie der «Tages-Anzeiger» zitiert. Ende Juni 2021 wurde das Strafverfahren gegen den Betreuer von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Der pensionierte Chirurgie-Chefarzt reichte zudem im Mai 2020 eine Aufsichtsbeschwerde gegen die PUK bei der Zürcher Gesundheitsdirektion ein. Diese hiess die Aufsichtsbeschwerde gegen die Klinik Ende Oktober gut und sprach eine Empfehlung aus. Die Verantwortlichen müssen nun regeln, wie die Klinik bei Verdacht auf Patientenmissbrauch gegen Angestellte vorgeht. Die Verfügung zeigt auch: im Fall der 72-Jährigen hat die Klinikleitung versagt. Für den damaligen Betreuer hat der Fall keine Konsequenzen. Wie die Zeitung schreibt, wurde seine Sperre, die nach dem Vorfall verhängt worden war, aufgehoben.

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Anna
am 04.08.2021 um 11:22
warum der Pflege nicht glauben? Gilt das in dubio pro reo bei uns Pfegefachpersonal nicht?
am 03.08.2021 um 10:47
Das glaubt mann einfach nicht, dich so lauft es in der Schweiz heutzutage Ihr glaubt doch nicht wircklich dem Pfleger hmm.... Und immer gehen Sie straffrei aus. Weil unsere Urteile so gering sind meistens nichts passiert "Der Mensch ist Heute nichts mehr wert" Es denckt jeder nur noch an Sich!! eine Egoistische Gesselschaft.