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Raumfrachter sucht Paten

In Zürich steht der Prototyp der Grundstruktur des Raumfrachters ATV der ESA, der nicht mehr benötigt wird. Das Swiss Space Museum will den Prototypen retten und sucht einen Paten.

06.02.2019 / 13:30 / von: mco
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ATV-2 «Johannes Kepler» kurz vor dem Docking mit der ISS am 24. Februar 2011. (Bild: wikipedia.org/Gemeinfrei)

ATV-2 «Johannes Kepler» kurz vor dem Docking mit der ISS am 24. Februar 2011. (Bild: wikipedia.org/Gemeinfrei)

Die ATV-Struktur der RUAG Space von aussen; die Struktur ist rund 7 Meter hoch und hat einen Durchmesser von knapp 5 Metern. (ESA/Bildmontage: Swiss Space Museum)

Die ATV-Struktur der RUAG Space von aussen; die Struktur ist rund 7 Meter hoch und hat einen Durchmesser von knapp 5 Metern. (ESA/Bildmontage: Swiss Space Museum)

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Das Swiss Space Museum ist auf der Suche nach einem Paten, der den Prototypen des Raumfrachters ATV der ESA eine Halle zur Verfügung stellt, um den Prototypen auszustellen. In den nächsten Wochen müsste ein Abnehmer gefunden werden, heisst es in einer Medienmitteilung vom Swiss Space Museum. 

Der Prototyp, auch ATV-Struktur genannt, ist rund 7 Meter lang und hat einen Durchmesser von knapp 5 Metern. «Es geht um ein Stück Raumfahrtgeschichte, das droht, für immer zu verschwinden», sagt Guido Schwarz. Da das Swiss Space Museum selber keine eigenen Museumsräume hätte, müsse jetzt eine Alternative her.

Als letzte Option sieht Guido Schwarz nur noch eine Möglichkeit: einen Unterstützer zu finden, der dem Swiss Space Museum für einen symbolischen Mietpreis eine Halle zur Verfügung stellt, wo die ATV-Struktur gelagert oder – idealerweise – ausgestellt und dem Publikum zugänglich gemacht werden kann. «Uns ist bewusst, dass die Chancen klein sind», sagt Schwarz. «Aber wir möchten alle Möglichkeiten nutzen, um die Struktur für die Öffentlichkeit zu erhalten.»

In der Vergangenheit wurde der Prototyp (ATV-Struktur) für Analysezwecke von der RUAG Space genutzt. Beim ATV handelt es sich um die Grundstruktur des sogenannten Automated Transfer Vehicle, welches von der RUAG Space gebaut worden ist und als Vorbild für die fünf europäischen Raumfrachtern, die zwischen 2008 und 2014 Lebensmittel und Experimente zur ISS transportiert haben, diente.

 

 

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