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Reformierte Kirche Zürich geht gegen politische Werbung vor

Mehr als 600 Kirchgemeinden und Pfarreien in der Schweiz setzen sich für die Konzernverantwortungsinitiative ein, oft auch mit Plakaten an Kirchtürmen oder Flyern nach dem Gottesdienst. Der reformierte Kirchenrat des Kantons Zürich geht nun dagegen vor.

16.09.2020 / 05:36 / von: pwa
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Der reformierte Kirchenrat des Kantons Zürich weist die Gemeinden daraufhin, dass politische Werbung nicht erwünscht ist. (Symbolbild: Dietrich Michael Weidmann / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0))

Der reformierte Kirchenrat des Kantons Zürich weist die Gemeinden daraufhin, dass politische Werbung nicht erwünscht ist. (Symbolbild: Dietrich Michael Weidmann / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0))

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Viele Kirchgemeinden und Pfarreien in der Schweiz engagieren sich im Komitee «Kirche für Konzernverantwortung» für die Konzernverantwortungsinitiative. Es sind mehr als 600, sowohl katholisch als auch reformiert. Viele von ihnen verteilten Flyer nach dem Gottesdienst oder haben Banner am Kirchturm aufgehängt. Dagegen geht der reformierte Kirchenrat des Kantons Zürich nun ihrem Einflussbereich vor, berichtet das «St.Galler Tagblatt».

Demnach hat der Kirchenrat eine E-Mail verschickt und darin auf ein Merkblatt hingewiesen: Die Kirche dürfe keine Steuergelder einsetzen, und auch keine einseitigen Werbematerialien verteilen oder Plakate an Kirchen aufhängen. Michel Müller, der Präsident der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, sagt, er vertraue darauf, dass die Kirchgemeinden die nötige Zurückhaltung an den Tag legen.

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L. Habermann
am 19.09.2020 um 12:45
Die reformierte Kirche im Kanton Zürich erhält jährlich ca. 65 Mio Franken aus Kirchensteuern juristischer Personen. Als Rechtfertigungsversuch dafür behauptet sie, ihre Leistungen kämen (auch) den Unternehmen zugute. Das Engegament für die KOVI kommt den Firmen aber ganz sicher nicht zugute. Deshalb kann ich die Ermahnung keine Steuergelder für den Kampf gegen die KOVI-Initiative einzusetzen gut nachvollziehen.Von den Unternehmen einerseits hohe Beträge kassieren und sie gleichzeitig kritisieren. Das ist schon ziemlich unverschämt. Das können nur Kirchen...