Pull down to refresh...
zurück

Regierung des Kantons Zürich unterstützt Selbständige mit 15 Millionen Soforthilfe

Der Zürcher Regierungsrat hat angesichts der Corona-Krise ein sofortiges wirtschaftliches Hilfspaket geschnürt: 15 Millionen Franken liegen bereit, um Selbständige zu unterstützen. Das Geld stammt aus der ZKB-Jubiläumsdividende.

19.03.2020 / 15:15 / von: sda/mco
Seite drucken Kommentare
0
«Wir wollen für euch schauen»: SVP-Finanzdirektor Ernst Stocker hat ein sofortiges Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt. (Archivbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

«Wir wollen für euch schauen»: SVP-Finanzdirektor Ernst Stocker hat ein sofortiges Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt. (Archivbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Mit dem Geld des Hilfspakets sollen Selbständigerwerbende schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten. So wolle man verhindern, dass jemand in eine soziale Notlage abrutsche, sagte Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) am Donnerstag vor den Medien. Die Finanzdirektion wird bis in einer Woche eine Hotline ins Leben rufen, an die sich die Betroffenen wenden können.

Für KMU bis 250 Mitarbeitende stellt die Regierung eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken bereit. Können KMU den Banken ihre Kredite also nicht zurückzahlen, steht der Kanton dafür gerade. Dies sei ein Signal an die Unternehmen, sagte Stocker. «Es heisst, wir schauen für euch. Entlasst eure Leute nicht.»

An dieser Kreditausfallgarantie können alle Zürcher Geschäftsbanken teilnehmen, die Darlehen an Zürcher KMU gewähren. Dazu bilden sie unter der Führung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ein Konsortium. Die Kreditausfallgarantie des Kantons deckt 85 Prozent des Kreditvolumens von 500 Millionen ab. Bei grösseren Unternehmen geht die Finanzdirektion davon aus, dass der Bund einspringt.

Geld für Kultur und Soziales

Auch die Kultur, das Sozialwesen und die Bildung sollen profitieren. Dafür werden die jährlichen Leistungen aufgestockt. Die Fachstelle Kultur erhält zusätzliche 20 Millionen, weitere 8 Millionen gehen an die Bau-, die Bildungs- und die Volkswirtschaftsdirektion sowie an den Sportfonds für deren gemeinnützige Organisationen.

Sollte es mehr Geld brauchen, prüft der Regierungsrat, ob der Lotteriefonds angezapft werden soll.

Kritik von Gewerkschaften

Die Gewerkschaften kritisierten das kantonale Hilfspaket als «unzureichend». Lohnfortzahlungen und der Gesundheitsschutz der Beschäftigen würden im Massnahmenpaket mit keinem Wort erwähnt, schrieb der Gewerkschaftsbund in einer Mitteilung.

Eine Subvention mit Steuergeldern müsse an die Einhaltung der Hygienemassnahmen geknüpft werden, und an eine Garantie für Arbeitsplätze und Löhne. Zudem müsse der Kanton beginnen, den Gesundheitsschutz in den Betrieben zu kontrollieren und notfalls temporäre Schliessungen anzuordnen.

Der Beitrag von RADIO TOP fasst die Massnahmen der Zürcher Regierung zusammen: 

audio


Im Interview mit TELE TOP sprechen Ernst Stocker, Lorenz Keller und Reiner Eichenberger über das Corona-Paket vom Kanton Zürich: 

video

Beitrag erfassen

Keine Kommentare